Noch 1080 Tage bis zum Schützenfest!

Presse

Der Adler ist in der Stadt

Kompanieführer Michael Hegemann und sein Spieß Stefan Müller haben gestern Abend mit der Kompanie Rahmede schon mal das korrekte Antreten geübt. Es dauerte etwas, bis die Reihen perfekt standen und das Adlergeleit beginnen konnte. Es gehört traditionell zu den Aufgaben der "Republik Süd". Adlerträger waren in diesem Jahr Aaron Brattig, Leon Sarx, Alexander Schillo und Luis Kremer. Unter Begleitung des Blasorchesters Altena und des Spielmannzuges Rahmede zogen die Schützen mit dem Adler durch die Innenstadt. Ausgestellt wird er seit gestern Abend im Schaufenster der Buchhandlung Katerlöh.

Text: Thomas Bender / AK - Foto: Andre Lippert / FWG


Altenas Schützen trauern um Hermann Gerdes +

Die Altenaer Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft trauert um ihren Ehrenscheffen Hermann Gerdes. Der Mühlendorfer, so erinnert sich Hauptmann Klaus Hesse, sei einer der ersten Schützen gewesen, der nach dem Zweiten Weltkrieg 1950 in die Altenaer Schützengesellschaft eintrat. "Er war ein Macher im Hintergrund. 1959 übernahm er einen der arbeitsreichsten Posten der FWG. Er wurde Rendant und übte dieses Ehrenamt über 38 Jahre lang aus", so Hesse. In dieser Zeit habe er es trotz Wirtschaftskrisen und unter teilweise sehr schwierigen Verhältnissen geschafft, die Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft auf finanziell solide Füße zu stellen. Unter seiner Kassenführung konnten die Bürger der Stadt wieder unbeschwert alle drei Jahre ein Schützenfest feiern, ohne, wie in früheren Jahren durchaus häufiger vorgekommen sei, aus Geldmangel das Fest verschieben zu müssen.

Hermann Gerdes, so der Schützenchef, "war federführend daran beteiligt, dass unsere Gesellschaft das Haus am Bungern erwarb und den heutigen Bungernplatz bekam." Der Verstorbene sei selbst immer sehr bescheiden gewesen und habe es gut verstanden, unterschiedliche Meinungen und Positionen zusammenzuführen. Auch in seiner Heimatkompanie Mühlendorf sei er stets aktiv, geschätzt und beliebt gewesen.

Als einer der erfahrensten Schützen wurde Hermann Gerdes 1988 König. Er wählte Doris Merz zu seiner Königin und regierte sein Altenaer Schützenvolk ruhig und besonnen, wie es seine Art war.

Im Jahr 2000 ernannten ihn die FWG-Mitglieder auf ihrer Generalversammlung wegen seiner Verdienste zum Ehrenscheffen. Gerdes war Träger der Pott-Jost-Medaille für 60-jährige Mitgliedschaft.

Als er nach Bad Sassendorf verzog, blieb Hermann Gerdes mit den Altenaer Schützen weiterhin stark verbunden. Hesse: "Er ließ sich bis vor wenigen Wochen noch berichten, welche Personen, in welchen Kommissionen eingesetzt waren. Als Gesellschaft ziehen wir den Hut vor der Leistung und dem Engagement von Hermann Gerdes für die Altenaer Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft. Die Schützen verlieren mit ihm einen Mann, der ein grün-weißes Herz hatte."

Text: Altenaer Kreisblatt / Foto: FWG Archiv


Von Grill zu Grill am Vatertag

Den vollständigen Artikel finden Sie in der Druckausgabe des Altenaer Kreisblatt vom 12. Mai 2018. Eine Bilderserie vom AK finden Sie hier...

(...) Für die kleinen Gäste war eine Hüpfburg aufgebaut worden. So ein Spielgerät hatte auch Peter Rohe noch ganz spontan aufgetrieben, nachdem sich im Laufe der Woche Schlechtwetter angekündigt hatte und die Fahrzeughalle des Busunternehmens in der Brachtenbecke zum Picknick-Standort umfunktioniert werden musste. "Wir haben schnell umgeparkt, gefegt und die Zapfanlage dann hier aufgebaut", berichtete der Kompanieführer lachend.

90 Kränzebinder hatten sich zu einer kleinen Spazier-Runde am Tiergarten auf den Weg gemacht, 50 weitere gesellten sich im Laufe des Tages dazu. "Der heutige Tag ist eine Belohnung für den Fleiß der Kränzebinder. Wir sind mit allen Kronen durch, dafür lässt die Kompanie gerne 400 Liter Freibier springen!"

Verbunden wurde das Picknick mit einer Aufgabe für den Hofstaat, der sich einem unkonventionellen Adlerschießen stellen musste. (...)

Text: Ina Hornemann

Hier gehts´s zur Fotogalerie der Kompanie Kelleramt...


Der Schützenvogel ist fertig

Schwarz, gelb, rot, gold und ein Schuss silber: Der neue Schützenvogel der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft, FWG, ist fertig. Tischlermeister Jochen Harte präsentierte ihn dem geschäftsführenden Vorstand in seiner Werkstatt. Hauptmann Klaus Hesse: „Wir sind begeistert und danken sehr. Jetzt kann das Schützenfest kommen!“

Wie immer ist der Vogel aus Abachi-Ramin-Holz. „Das ist ein helles, aber besonders weiches Holz. So ist garantiert, dass die abgefeuerten Patronen auch im Holz stecken bleiben oder im Kugelfang landen“, erläuert Harte. Assistiert hat ihm beim Bau seines mittlerweile 30. Schützenvogels Tischlermeister Björn Boshe-Plois aus seiner Werkstatt.

Bereits der Vater von Jochen Harte, Erwin, fertigte anno 1976 seinen ersten Vogel. Der Sohn „übernahm“ 1985, und zwar noch in Werkstatträumen der ehemaligen Firma VDM an der Werdohler Straße das Geschäft und fertigte seinen ersten Schützenvogel im Jahr 1988.

Seitdem hat sich viel geändert - erinnert sei nur an die neuen Sicherheitsbestimmungen der Landesschießordnung. Harte baut den Aar ohne Metall, ohne Stifte, ohne Schrauben, ohne Nägel und hängt ihn auch in den Kugelfang, der ebenfalls von ihm betreut wird. Garantieren tut der Meister für „bis zu 1900 Schuss“, ehe er von der Stange fallen sollte...

Link zur AK-Bildergalerie...

Link zum Artikel beim Altenaer Kreisblatt...


Eine Insignie muss drin sein fürs Kelleramt

Eine Insigne oder einen Flügel müssen drin sein, da gibt´s für Bernd Fischer als Führer des fünften Zuges der Kompanie Kelleramt kein Vertun. Die beste Übung für einen Treffer beim Schützenfest ist natürlich das Schießen. Dazu kamen am Freitagabend 50 Besucher am Schießstand des Schießclubs Nachrodt zusammen.

Zum bereits zum zweiten Mal öffneten die Nachrodter Sportschützen den Angehörigen des Kelleramts die Türe. Die besten Ergebnisse aus jeweils 15 Schüssen pro Person führten zur Ermittlung des Tagessiegers. "Eine Ehrung bekommt aber auch der Schütze mit dem skurrilsten Ergebnis", berichtete Bernd Fischer lachend. Im Schützenfestjahr 2018 begrüßte er auch junge Neuzugänge im Zug, die in diesem Jahr erstmals am Königsschießen teilnehmen dürfen. "Das Schießen auf Scheiben ist zwar nicht vergleichbar mit dem Zielen auf den Adler, aber es ist eine super Übung für die Treffsicherheit, gerade für die Anfänger."

Versüßt wurde der Freitagabend mit Kaltgetränken und Leckereien vom Grill. An Himmelfahrt sehen sich alle schon wieder beim Picknick in Oevenscheid.


Leckerer Kinder-Knickebein "ohne Umdrehungen"

Die Kompanie Kelleramt um ihren Chef Peter Rohe hat der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft, FWG, jetzt eine besondere Überraschung gemacht. Die Mädchen Inka und Lucy kreierten für den Schützennachwuchs einen leckeren Kinder-Knickebein. Und das ganz ohne Alkohol.

Das Traditionsgetränk ist auf den Festen der Kompanie Kelleramt und der FWG künftig also auch für Kinder zu erhalten. Aber alles der Reihe nach: Inka und Lucy sind im Grundschulalter und waren von den Farben des Knickebein im Trinkgläschen fasziniert. Also beschlossen die Beiden letzten Samstag beim Kränzebinden, dass sie selbst eine alkoholfreie Variante der Schützenspezialität herstellen möchten. Inka und ihre Mama Kerstin waren die ganze Woche fleißig und überraschten dann mit ihrem besonderen Knickebein das Kelleramt beim Kränzebinden. Und so stellen die beiden aufgeweckten Kinder ihre Kinder-Knickebein-Spezialität her:

Man nehme Waldmeister-Götterspeise, Himbeer-Götterspeise und Zitronen-Götterspeise und garniere das mit einer halben Aprikose. Noch etwas Kakaopulver machten letzten Endes den Kinder-Knickebein perfekt.

Kompanieführer Peter Rohe: "An dieser Erfindung zeigt sich, wie begeistert unser Schützennachwuchs ist. Wir sagen voller Freude: Ein dreifach Pott-Jost den Kinder-Knickebeinmädels!"

Text: Ina Hornemann / Foto: Axel Rulf


Verdiente Scherenpause für den Zug Lennestein

Viele Züge nennen es Mittelfest, doch beim Zug Lennestein der Kompanie Freiheit heißt es "Hoffest feiern", wenn die Hälfte des Kränzebindersolls erfüllt ist. "Tatsächlich sind wir schon weit über dem erforderlichen Mindestmaß, das jeder Zug zu diesem Zeitpunkt haben sollte", erklärte Zugführer Ralf Hücking am Samstag.

Die lockere Fete mit Getränken und DJ-Musik von Marcel Jakubassa war eine Belohnung für die fleißigen Teilnehmer der Kränzebinderabende. "Obwohl wir natürlich auch viel gefeiert haben, sind wir gut vorangekommen und können die Scheren heute Abend guten Gewissens liegen lassen!"

Zur Unterhaltung war im Lennestein eine Laserschießanlage aufgebaut worden. Zwar ist das nicht vergleichbar mit dem Vogelschießen beim Schützenfest selbst, doch eine gute Treffsicherheitsübung war der Schießstand allemal. Willkommen geheißen wurden neben Hauptmann Hesse auch der neue Hofstaat. Die jungen Leute wurden gleich einer Prüfung unterzogen und mussten sich einem spaßigen Dreibeinrennen stellen.

Text: Ina Hornemann / AK


Einladungen an Altenaer Familien und Senioren

Noch vor drei Jahren war die Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft mit einem Dreizeiler für ihr Sicherheitskonzept ausgekommen. Daraus sind im Schützenfestjahr 2018 acht Seiten geworden. Vorstand, Ordnungsamt, Polizei und Sicherheitsdienst sind gemeinschaftlich zu einer Lösung gekommen: „Es wird nicht weniger marschiert“, betonte Hauptmann Klaus Hesse in der vorletzten Vorstandssitzung vor dem Fest.

Sofern Straßensperrungen vorhanden sind und ein Sicherheitsdienst die Schützen bei ihren Umzügen begleitet, kann die Marschordnung wie geplant eingehalten werden. „Die einzige Änderung liegt bei den letzten Metern zwischen Steinerner Brücke und Schießstand“, betonten der Altenaer Polizeiwachleiter Alexander Fall und Hauptmann Klaus Hesse. Beim Ein- und Ausmarsch der Züge zum Königsschießen geben die Sicherheitsprofis per Funk ein Kommando. Es muss vermieden werden, dass sich zwei Züge unterwegs entgegenkommen. „Das sind keine Regeln, die hier gemacht werden, sondern drei Etagen höher“, so Hesse.

Alexander Fall zeigte sich trotz der komplizierten Terrorschutz-Auflagen fröhlich gestimmt aufs Schützenfest: „Ich freue mich darauf!“

Obwohl in diesem Jahr viel mehr Zeit als üblich auf ernste Themen eingegangen werden musste, hat der Gesellschaftsvorstand die schönen Dinge nicht vergessen: Für die Familien findet am Donnerstag, 31. Mai, zwischen 14 und 15 Uhr eine von der FWG finanzierte Happy Hour auf der Kirmes statt. Alle Fahrgeschäfte sind in diesem Zeitraum gratis zu nutzen.

Während sich darüber vor allem Kinder freuen werden, ist am Schützenfestsonntag natürlich wieder an die Senioren gedacht: Personen über 65, die Bewohner eines Heims sind, einer Vereinigung oder einem Club angehören, sind zu Kaffee und Kuchen ins Zelt eingeladen.

Wer beim Fest mitfeiern möchte, aber kein Mitglied der FWG ist, zahlt pro Abend einen Gästeeintritt von 25 Euro am Eingang.

Ein paar lieb gewonnene Stammbesucher werden in diesem Jahr fehlen: Die Frettchen-Kommission teilte am Freitag mit, dass die Mitglieder der ehemaligen Besatzung alle im Einsatz seien während des Schützenfests und mit großem Bedauern durch den ehemaligen Kommandanten Arne Pfingst absagen mussten.

Zaungäste, die das Königsschießen am Freitag aus nächster Nähe beobachten wollen, können dafür den Lidl-Parkplatz nutzen. Der Markt bleibt während der Veranstaltung geschlossen.

Nicht vergessen werden die Verstorbenen: Peter Grass leitet die Kranzkommission, die sich um einen Besuch am Ehrenmal kümmern wird. Klaus Löttgers hat sich als Beauftragter der Waldkommission bereits darum gekümmert, dass auf Hof Tacke und auf dem Großendrescheid ausreichend Grünmaterial zur Verfügung steht. Er wies daraufhin, dass die Schützen nur mit geländegängigen Fahrzeugen ausrücken dürften, um die Bäume zu holen.

Text / Foto: Ina Hornemann / AK


Hofstaat 2018 ist über seine Pflichten im Bilde

Überhaupt keine Probleme hatten die Kompanieführer der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft mit der Besetzung des Hofstaats 2018. Diesmal gab es mehr Bewerber als Plätze.

Die Freiheit entsendet Nina Hücking, Tim Göbel, Lea Schmermbeck und Stephan Nielsen. Aus dem Kelleramt kommen Cara Alexandra Kober, Sven Frederik Rentrop, Alexandra Major und Michel Böing dazu. Das Mühlendorf hat Denise Busch, Fabian Gerstäcker, Jamie Hallmann und Marvin Richter ausgewählt. Saskia Olbrich, Yannik Beul, Jana Jankowski und Dennis Franke bilden die Entourage aus der Nette.

Die Rahmede wird vertreten durch Nele Kern, Lukas Meder, Sophie Eltzner und Aaron Brattig. Das erste Kennenlern-Treffen hat am Mittwoch im Lennekai stattgefunden, wo die Hofstaat-Kommission den jungen Leuten ihre Aufgaben erklärte. Sie tranken ihren ersten Knickebein und bekamen ihren Terminplan für die nächsten Wochen.

Auf dem Plan stehen Besuche bei den Tanz in den Mai-Veranstaltungen, den kommenden Kränzebinderabenden und allen Kompanie-Events. Auch die Kleiderordnung beim Fest und der Ablauf der Umzüge wurden durch Kommissionsvorstand Fritz-Uwe Finkernagel erläutert.

Für die Damen gilt, mindestens zwei schöne Kleider fürs Fest bereit zu halten. Zudem sollten alle Paare eine gute Figur beim Eröffnungstanz im Zelt machen. Und natürlich braucht der Hofstaat ein Maskottchen.

Text / Foto: Ina Hornemann / AK


Aus Japan über Düsseldorf direkt zum Adolf-Hahn-Platz

Oku Kazuta, Darrel Clodfelder und Ryuji Yamadu konnten ihr Glück kaum fassen: Altena besuchen im Schützenfestjahr - das war das Erlebnis, das gleich nach dem Besuch der Drahtmesse Wire in Düsseldorf ein Glanzlicht-Termin war. "Wir müssen uns immer bei Finkernagel blicken lassen, denn unsere Familien sind schon lange befreundet", erklärt Oku Kazuta.

Sein Vater und Friedrich-Wilhelm Finkernagel hatten vor vielen Jahren eine freundschaftliche Geschäftsbeziehung geknüpft. "Es gibt viele Parallelen zwischen Altena und Osaka. Unser Werk ist ebenfalls umgeben von Bergen und einem prägnanten Fluss. Nur eine Burg, die haben wir leider nicht", berichtete der Juniorchef der japanischen Drahtzieherei O&K.

Burg, Aufzug und Drahtmuseum zeigte den Gästen dann die Familie Finkernagel am Samstag. Oku Kazuta, Darrel Clodfelder und Ryuji Yamadu nutzten den Stadtbummel auch zum E-Mountainbike-Fahren und Souvenir-Shoppen bei Betzler. "Wir dachten, wir kennen schon alles aus Draht, aber diese Idee mit dem Schmuck ist genial!" Und weil am Nachmittag noch die Wanderung zum Mittelfest der Mühlendorfer Schützen auf dem Adolf-Hahn-Platz stattfand, schlossen sich die japanischen Gäste natürlich auch daran an.

Da alle drei hervorragend Englisch sprechen, fiel die Verständigung über Bräuche wie Kränzebinden, Königsschießen und Pott Jost nicht schwer. So herzlich in den Kreis der Kränzebinder aufgenommen, wären die Besucher gerne bis zur großen Sause geblieben.

"Das Kronenbinden hätten wir ihnen bestimmt schnell beigebracht!" scherzten die Mühlendorfer, die wie alle Kompanien nun in der Halbzeit angekommen sind. "Wir sind tatsächlich punktgenau bei der Hälfte angelangt", erklärte Zugführer Tim Grabowski. Gefeiert wurde das Mittelfest bei Bier, Grillgut, Cocktails und Blasmusik. Abends sang Marty Kessler für die Schützen und ihre Gäste.

Text / Foto: Ina Hornemann / AK