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1367 - 1401

1367 - 1401

Altena wird zur Freiheit erhoben

1367: Über Altena herrscht Graf Engelbert III.
 

Seine Vorfahren ließen nichts aus, was das Ritterleben spannendes zu bieten hatte: Sie beteiligten sich an den Kreuzzügen ins Heilige Land und zogen mit Kaiser Barbarossa gegen den Papst. Durch geschickte Heiratspolitik und Überfälle erweiterten und festigten sie ihr Herrschaftsgebiet. Um ihre Macht und ihren Luxus zu finanzieren, begnügten sich die Adligen nicht mit der Belehnung von Gütern, Vermietung von Häusern, Mühlen usw., mit der Einnahme von Steuern und Beden (Anm.: Eine erbetene, freiwillig geleistete Abgabe an den Grundherrn, aus der sich mitunter eine regelmäßig erhobene, auch landesherrliche Steuer entwickelte). Sie griffen regelmäßig auf Geiselnahme und Lösegelderpressung zurück oder sie liehen sich Geld gegen Vergabe lukrativer Ämter, z.B. als Burgmannen.

 

Die Grafen von der Mark zählen im Hochmittelalter zu den mächtigsten und einflussreichsten westfälischen Regenten im Heiligen Römischen Reich:

Die Grafschaft umfasst eine Fläche von ungefähr 3000 km² und erstreckt sich sowohl in Nord-Süd-Richtung zwischen Lippe und Agger wie in West-Ost-Richtung zwischen Gelsenkirchen und Bad Sassendorf über ungefähr 75 km. Stammsitz der Grafen von der Mark ist seit den 1220er Jahren die Burg Mark bei Hamm, welche ihnen auch den Namen gab. Zuvor hatten sie als Grafen von Altena ihren Hauptsitz auf der Burg Altena.

 

Das Leben im 14. Jahrhundert bringt nun große Umbrüche. Nicht nur die Technik bringt gewaltige Neuerungen hervor. Klimawandel sorgt für Missernten und die Pest breitet sich aus. Hunger, Leid und Elend sind allgegenwärtig. Auch in der Grafschaft Mark ist das Leben hart.

Besonders Altena ist betroffen, da hier auf kargem Boden keine Landwirtschaft möglich ist und fast alle Wirtschaftsgüter teuer von Außerhalb gekauft werden müssen.

 

Aber auch Graf Engelbert III. hat die Vorzüge der Landschaft rund um Burg Altena erkannt:

Bereits vor Jahrzehnten ließen Rohstoffe ein ertragreiches Metallgewerbe in den Täler rund um Burg Altena entstehen, das vor allem zu Rüstungszwecken gebraucht wird. Der Draht wird bereits auf Wassermühlen gezogen und nachweislich bis nach England exportiert.

 

Graf Engelbert III. ist den Altenaern offenbar wohlgesonnen und vielleicht möchte er auch weitere Handwerker für die Drahterzeugung in diese Gegend locken. Jedenfalls verleiht er Altena im Jahre 1367 die Freiheitsrechte, d.h. er erhebt Altena zu einer selbstständigen Bürgergemeinde mit städtischer Selbstverwaltung, Zollfreiheit und eigenem Bürgergericht.

 

Es ist naheliegend aber nicht belegt, dass sich zu dieser Zeit des Spätmittelalters in Altena ein Schützenwesen gründete, um diese Freiheitsrechte durchsetzen und verteidigen zu können.
 
Zusammengefasst durch Christian Klimpel / 2017
 
 

Der Freiheitsbrief

Am 20. Dezember 1367 verleiht Engelbert „unsen lieven burgeren tho Althena“ wegen Verdienste gegen das Grafenhaus den Freiheitsbrief, wie ihn die Freiheiten Wetter und Blankenstein 1355 erhalten haben. Mit dem Freiheitsbrief setzt er auch den Gerichtsbezirk für Altena fest, der innerhalb der Freiheit zwischen der (Steinernen) Brücke bis zum Linscheider Bach und bis zum Halse reicht. Die Stadtrechte, die unter anderem zur Befestigung der Stadt berechtigt hätten, erhält Altena nicht. Auch das Marktrecht ist in diesem Freiheitsbrief noch nicht enthalten.
Diese Freiheit beinhaltet volles Erbrecht für die nächsten Verwandten und den Erbverzicht des Grafen, die niedere Gerichtsbarkeit, die persönliche Freiheit der Bürger sowie einen Anteil am Pachtgeld für den gräflichen Grund und Boden.

Der Freiheitsbrief gibt Auskunft über die Grenzen der Freiheit. So wird formuliert, daß die Freiheit so weit reicht, wie die Häuser um Altena gebaut sind „um die Burg herum und darin“. Das berechtigt quasi den eigentlichen Bereich der Freiheit Altena, sich das Mühlendorf und die Nette einzuverleiben.

Genaue Anweisungen für das Gericht sind enthalten. So ist unter anderem festgelegt, daß Verletzungen bis ein Fingerglied Tiefe mit 5 Mark zu bestrafen sind und bei tieferen Wunden der Verlust der Hand droht.
Wer einen anderen totschlägt, ist vogelfrei, für unblutige Verletzungen, sog. Dullschläge, außerhalb der Freiheit beträgt die Strafe 4 Schilling, innerhalb der Freiheit 5 Mark.

Das Eichen von Bier, Brot, Scheffeln und Bechern darf nicht der Richter, sondern nur der Bürgermeister vornehmen, der auch die Preise für Wein, Bier und Brot festlegt.
Auch die Bürgerrechte und -pflichten sind festgelegt.
So darf niemand vor ein anderes Gericht im Lande des Grafen gezogen werden außer bei handgreiflicher Tat.
Auch die Zollfreiheit der altenaer Güter im Gräflichen Hoheitsgebiet wird garantiert.
Kein Bürger darf zu Arbeiten an landesherrlichem Eigentum gezwungen werden; nur beim Brückenbau müssen die Bürger Handlangerdienste leisten, allerdings auf Kosten des Grafen.

Quelle: Gerd Klimpel / www.klimpelsjunge.jimdo.com / 2017

 

1368
Engelbert wird Graf von Kleve.
 
1369
Der Niedergang des Rittertums beginnt. In Frankreich werden Söldnerheere und Artillerie aufgestellt, die die Ritter ablösen.
In Deutschland entstehen die Ritterbünde, die die mittelalterliche Tradition der Ritter erhalten wollen.
 
1371
Armbrüste aus Stahl auf. Sie durchbohren Rüstungen mühelos und erfordern neue Kampftaktiken.
 
Ab 1381
Die Städtebünde, die bereits im 13. Jht. aufkamen, treten verstärkt den Ritterbünden entgegen.
 
1381
Wie viele Ritter des deutschen Hochadels zieht es auch Engelbert III. wie schon vor 100 Jahren Engelbert I. auf die sog. Preußenreise, zuerst nach Livland, dann beteiligt er sich an der vergeblichen Belagerung von Polok, feiert Weihnachten auf der Marienburg, hält sich eine Zeit lang in Königsberg auf, wo er 600 Ritter zu einem 16-Gänge-Menü einlädt.
 
1382
Im Februar/März 1382 bricht er mit dem Ostheer nach Litauen auf und ist im Juni 1382 wieder in der Heimat .
Im gleichen Jahr erwirbt der Kölner Erzbischof Kuno von Trier die Grafschaft Arnsberg, um Engelbert damit zu kränken. Zusätzlich entzieht er ihm die Würde eines Marschalls von Westfalen mit der Begründung, Engelbert sei durch seine vielen Fehden zu sehr in Anspruch genommen.
Mit Sicherheit ist Engelbert einer der streitbarsten seines Geschlechts.
Ebenfalls im gleichen Jahr verpachtet Engelbert ein Gartengrundstück beim Kirchhof zu Altena an seinen Diener Helling, damit der Pastor Johannes Nychhus darauf ein Haus bauen kann.
Im April treffen sich im Kloster Herdecke Graf Dietrich IV. von Volmarstein, sein Schreiber und fünf weitere Ritter. Ihre Frauen weilen bereits auf der Burg Altena, und so ziehen sie ebenfalls dorthin weiter.
 
1386
Am 15. April 1386 stiftet Engelbert eine Kapelle am Kettelsberg und bedenkt sie großzügig mit Einkünften und einigen Besitzungen zur Bekleidung von 15 Armen. Die Kapelle ist der hl. Margarete und Barbara geweiht. Diese „Klause“ gibt dem Berg später den Namen Klusenberg.
 
1388
Engelbert sendet den Fehdebrief an den Rat der freien Reichsstadt Dortmund. Er war schon lange bemüht, Dortmund in sein Hoheitsgebiet einzubeziehen. Mit der Fehde schließt er sich dem Kölner Erzbischof an. Der Erzbischof verlangt den Huldigungseid der Dortmunder, Engelbert nimmt die Hinrichtung der Agnes von der Vierbecke 10 Jahre zuvor zum Anlaß. Die Verbündeten verzichten auf ein Söldnerheer, und die Dortmunder verlassen sich auf ihre starken Stadtmauern. Zudem haben sie 70 Ritter, 49 Pikeniere und 29 englische Bogenschützen angeworben.
Die Fehde endete nach einer unentschiedenen Auseinandersetzung und nach Vermittlung der Stadt Soest mit einer Zahlung der Dortmunder von 7.000 Gulden an Kurköln und die Grafschaft Mark.
Dennoch bestehen die Dortmunder darauf, diese Fehde nicht verloren zu haben.

Quelle: Gerd Klimpel / www.klimpelsjunge.jimdo.com / 2017

 

Die Zeit der Grafen von Kleve und von der Mark

1391
Engelbert III. stirbt in Wetter ohne männlichen Nachfolger an der Pest.
Sein ältester Bruder, der frühere Kölner Erzbischof Adolf ist seit 1368 Graf zu Kleve, und der Verband der märkischen Ritter bemüht sich seit 1389 um eine Vereinigung der Grafschaften Kleve und Mark, die nach Engelberts Tod unter Graf Adolf III. von der Mark (Adolf I. von Kleve) (1391 – 1393) gelingt.
 
1392
Unter Adolf werden die bis dahin kurkölnischen Städte Hagen und Schwelm märkisch.
Bruder Volmer wird mit der „clusen toe Althena op dem berge“ belehnt.
Im Oktober 1392 erhalten die Lehnsmänner Dietrich und Rötger von Wesselberghe als Burglehen zu Altena 8 Mark aus der Herbstbede von Lüdenscheid und Heidenreich von Plettenberg das Gut Nettenscheid.
 
1393
Adolf überträgt die Verwaltung der Grafschaft Mark seinem zweiten Sohne Dietrich.
Am 12. Januar 1393 bestellt Junggraf Dietrich II. von Kleve und von der Mark (1393 – 1398) einige Ratsleute (Berater). Ritter Ludolf van Althena gehört dazu wie auch Heidenrich van Plettenberg und weitere etwa zwanzig Edelleute aus der gesamten Grafschaft.
Dietrich will deren Rat befolgen und gelobt weiterhin, Zeit seines Lebens nicht auf die Grafschaft Mark zu verzichten und Graf von der Mark zu bleiben. Er gelobt auch, keine Städte oder Schlösser der Mark ohne Befragung des Rates zu „vorsetten off verkopen“ (verpfänden oder verkaufen). Und er entbindet „ritere, knechte, stede und dat Land van der Marke“ ihres Eides ihm gegenüber, falls sie von seinem lieben Bruder Adolf von Kleve auf Weisung seines Vaters angegriffen würden, weil sie ihm, Dietrich, gehuldigt haben.
Die Huldigung ist ein rituelles Treueversprechen, dem im mittelalterlichen Lehnswesen eine große Bedeutung zukam.
Der Lehensnehmer ist verpflichtet, seinem Herrn in einer offiziellen Handlung Treue und Gefolgschaft zu schwören und erhält im Gegenzug ein Treueversprechen des Lehnsherrn sowie Schutz und Wahrung seiner Rechte.
Ebenfalls im Jahr 1393 setzt Adolf seinen Neffen Gockelen von dem Berkenhove als Dienstmann ein, nachdem dieser aus der Hörigkeit des Hermann van Helden entlassen wurde. Hierfür muß Gockelen jährlich 2 Pfund Wachs an die Burg Altena liefern.
Im gleichen Jahr wird der Pastor Giselher Rumpe zu Schwerte als Rentmeister für die gesamte Grafschaft Mark eingesetzt. Abgesetzt werden kann er erst, wenn alle Forderungen gegenüber Graf Dietrich erfüllt sind.
 
1394
Um verpachtet Graf Dietrich von der Mark die gräfliche Kornmühle im Mühlendorf auf 6 Jahre an „Dietrich den Müller“, der hierfür monatlich 2 Malter Korn an die Burg Altena abliefern muß. Die Mühlsteine liefert der Graf, alle anderen Reparaturen trägt der Müller. Den Bau an der Mühle behält der Graf als Kornlager. Henneken Kuremoy erhält die Fischpacht gegen eine wöchentliche Abgabe von Fischen im Wert von 18 Pfennig.
Dietrich verschreibt dem Altenaer Bürger Hinrich Loremann aus seinen Mühlen zu Altena und Iserlohn jährlich 3 Malter Roggen, 3 Malter Malz und 3 Mark in bar, weil er Hinrich 16 Mark schuldet. Das Bargeld zahlt der Holzförster zu Altena aus.
Bei dem Amtmann von Lüdenscheid, Wenemar Düker, und dessen Frau Grete hat er weitere Schulden in Höhe von 575 ¾ Gulden, bei Everd von Wickede 400 alte Schilde und 120 Mark. Der erhält dafür die Mai-, Herbst- und Bibede aus dem Amt Iserlohn.
 
1395
Graf Dietrich bestätigt den Ritter Ludolph von Altena als alten Erbburgmann. Im gleichen Jahr setzt er die Burg Altena als Pfand und Bürgschaft ein, weil sein Vetter Dietrich 1200 rheinische Gulden von den Dortmunder Bürgern Johan von Wickede und Arndt Sudermann geliehen hat. Graf Dietrich verpflichtet alle Verwahrer der Burg Altena, Kellner, Turmhüter, Wächter und Pförtner, das Haus zu Altena auszuliefern, falls er vor Rückzahlung der Schuld verstirbt.
Im gleichen Jahr verspricht er seinen Untertanen, für Frieden und Eintracht unter seinen Mannen, Dienstmannen, Burgmannen, Rittern und Knechten zu sorgen und Streitigkeit unter Ihnen mit ihrer Hilfe selbst zu schlichten.
Am 15. Juli verpachtet Graf Dietrich in der Nette ein Grundstück zum Bau einer „Harnasch“-Rolle.
Die Übersetzung dieses Vertrages lautet:
„Henrich Loreman und Heidenrich van Spedinckhusen vergeben den Sunder vor der Schwarzen Schlander gelegen an der Nette zu Altena
Wir Diderich graf von der Mark bekennen für uns, unseren erben und nachkommen grafen zu der Mark, daß wir Henrichen Loreman, Heidenriche van Spedinckhusen und ihren erben vergaben und vergeben den Sunder vor der Schwarzen Schlander gelegen an der Nette zu Altena, daß sie da sollen machen eine Harnischrolle, und sollen und mögen sich das also zu nutze machen wie sie können, und hiervon sollen sie uns alle jahre geben auf des heiligen Christus tag genannt mittwinter an unser haus zu Altena 2 gute Hühner (und) jährlich (einen) Gulden; alle arglist ausgeschlossen. Und dies zur urkunde haben wir unser siegel mit unserem petschaft (?) an diesen Brief gehängt. Datum am Tag divisionis apostolorum XC° quinto.“
'Sunder' ist ein Grundstück in privater Nutzung des Herrscherhauses, das aus dem der Allgemeinheit zur Verfügung stehenden Markenlandes ausgesondert ist.
 
Für 24 Hühner zu Martini und 200 Eier zu Ostern verpachtet Dietrich für 24 Jahre sein Haus und Garten hinter "Brenscheden Haus" als Burglehen an Diderich van dem Bomgarden und seine Frau Engelen, und für jährlich 9 Pfund Wachs das Land auf dem Linscheid für 15 Jahre an die altenaer Bürger Conrad dem Josen, Henken Kurmay und Hinrich Vogel.
Hermann Krumphoite erhält eine Hütte und Hüttenstatt in der Nette für jährlich eine Mark Pacht sowie den Steinberg auf dem Gehegden, um nach Erzen zu graben, "für das zehnte Fuder".
 
1398
Dietrich fällt in einer Fehde vor Elberfeld.
 

Die Zeit der Herzöge von Kleve und von der Mark

1398

Nach Dietrichs Tod übernimmt sein Bruder Graf Adolf II. von Kleve und von der Mark (1398 - 1448) die Grafschaft Mark und vereinigt diese mit der Grafschaft Kleve unter seiner Herrschaft.

In der Zählung der Grafschaft Mark ist er Adolf IV. 

Er setzt Everd van Wickede als Amtmann für das Kelleramt zu Altena sowie die Ämter zu Iserlohn und Plettenberg ein. Er soll im Schlosse Schwarzenberg bei Plettenberg 15 Gewappnete mit Gleven (Die Gleve oder Glefe ist eine mittelalterliche Stangenwaffe mit Hiebklinge) halten.

Bei der Abrechnung seiner Ämter bleibt ihm Graf Adolf 67 Mark 3 Schilling und 4 Pfennig schuldig. Ritter Detmar von Altena entschädigt Evert, erhält dafür dessen Ämter und wird Pförtner der untersten Burgpforte.

Graf Adolf schuldet dem Burgmann Detmar von Altena 658 Mark, 9 Schilling und 4 Pfennig (denare) sowie 15 Mark aus der Differenz für Verluste von Pferden und dem Lösegeld für Gefangene. Im selben Jahr endet Detmars Amtsführung, für die Ablösung leiht sich Adolf 300 Gulden von Wilhelm Vogt zu Elspe, der dafür mit Detmars Ämtern ausgestattet wird. Trotzdem bleibt Adolf dem Detmar noch 948 Gulden, 3 Schilling und 4 Pfennig schuldig, für die er zwei Schuldscheine ausstellt.

Dem Ritter Wenemar Duker schuldet er weitere 100 "gute schwere rheinische Gulden".

Darüber hinaus hat Wenemar für 1.204 Gulden für Graf Adolf gegenüber Godert von der Recke gebürgt; weitere 1.700 Gulden leiht er dem Grafen für die Pfandauslösung des Schlosses Schwarzenberg bei Plettenberg. 528 Gulden bleibt Adolf ihm schuldig aus der Abrechnung über die Ämter Lüdenscheid und Gummersbach.

Hierfür wird Wenemar als Amtmann über die Ämter Lüdenscheid, Neustadt und Plettenberg mit dem Schwarzenberg eingesetzt und darf nicht abgesetzt werden, bevor alle Schulden zurückgezahlt sind.

Bild: Adolf II. von Kleve und Mark, Ausschnitt aus einer Darstellung aus dem 17. Jahrhundert, gemeinfrei.

 

Im Laufe des 13. / 14. Jhts.

sind die Erzlager um Altena erschöpft, die Hüttenplätze und Waldschmieden werden zum großen Teil aufgegeben.
Eisenerz wird aus dem Siegerland herangeschafft.

Seit Ende des 14. Jhts. wird in Altena der Draht auf wassergetriebenen Drahtzügen gezogen. Vermutlich handelt es sich hierbei um eine altenaer Erfindung. Die Talgründe in den Seitentälern der Lenne werden besiedelt; diese Drahtziehereien, sog. Rollen siedeln sich zuerst am Nettebach, kurze Zeit später auch an der Rahmede, der Brachtenbecke und dem Linscheider Bach an.

Die Altenaer sind in der Folgezeit bemüht, daß diese Technik nicht über die Freiheitsgrenzen hinaus weitergegeben wird.

 

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Autor: Christian Klimpel / 2016; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

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