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1401 - 1433

1401 - 1433

Um 1400

besitzt Detmar von Altena noch einen weiteren Schuldschein der beiden Bürgermeister und des Rates von Iserlohn über 77 Gulden. Für diese Schulden sind über 4 Jahre trotz Versprechens der Iserlohner keine Zinsen gezahlt worden. Er will vor den Iserlohner Bürgern die Situation darstellen und den Pfandbrief vorzeigen, was der Rat aber nicht zuläßt. Detmar beschmutzt deshalb das große Siegel der Stadt Iserlohn, indem er es zuerst einer „dreckigen tragenden Sau vor ihren Arsch gehangen“, danach das “unreine schmähliche Siegel einer tragenden Katze an den Arsch gebunden“ hat. Über die „falschen Bösewichte aus Iserlohn“ unterrichtet er in einem Schmähbrief seine Amtsfreunde in Dortmund, Kamen, Unna, Schwerte, Menden, Arnsberg, Attendorn und Plettenberg.

Bild: Gerd Klimpel

 

Adolf läßt zwischen 1410 und 1415 die Burg Altena ausbauen und alle Urkunden nach Kleve bringen.

 

Der Kölner Kleriker Johann Gravenkamp wird 1413 mit der Burgkapelle belehnt und Johan Steyne wird – wie seine Vorfahren – Pförtner der untersten Pforte der Burg Altena.

 

Die Herrschaft wurde Adolf schon längere Zeit von seinem jüngsten Bruder Gerhard streitig gemacht. Ein jahrelanger Bruderzwist entsteht, der 1413 in einer Bruderscheidung endete.
Gerhard, der den Titel „zur Mark“ trägt, verbündet sich mit dem Kölner Erzbischof Dietrich von Moers gegen seinen Bruder Adolf.

 

Adolf II. verleiht 1414 der Freiheit Altena einen Wochenmarkt mit einem wöchentlichen Markttag sonntags morgens bis abends, und Wilhelm von Ohle wird Amtmann von Schloß und Gericht Altena.

Johann Swartkop wird mit dem Kelleramt bedacht, ein Jahr darauf Robeken von Sunthoven. Zur Ablösung muß Robeken auf Befehl Adolfs dem Swartkop 159 Mark 2 Schilling und 3 Pfennig zahlen, die Adolf dem Swartkop schuldet.

 

1417 wird Graf Adolf auf dem Konzil zu Konstanz zum Herzog von Kleve ernannt.

 

1419/20 bricht der offene Konflikt zwischen Adolf und Gerhard aus.

 

1420 vergibt Adolf das Amt des Pförtners der untersten Pforte und Burgmannsrecht des Schlosses Altena an Wilhelm von Ohle. 1421 wird dieser Amtmann von Neuenrade.

 

Graf Gerhard zur Mark verpfändet 1421 seinem Bruder Adolf für 2667 alte Schilde das Süderland, wie er es 1413 bei der Bruderscheidung erhalten hat. Ausgenommen sind Neustadt, Gummersbach, Lüdenscheid, Herscheid, Plettenberg und Schloß Schwarzenberg.

Gademann Hakenberg wird zum Rentmeister über das Kelleramt Altena, Breckerfeld und Dahl und über das ganze Süderland ernannt.

 

1423 sagt Gerhard seinem Bruder Adolf die Fehde an und wirbt gleichzeitig um Verbündete in der Grafschaft sowie beim Erzbischof von Köln.

1425 muß Adolf aufgrund eines Schiedsspruches von Erzbischof Dietrich von Köln und Herzog Ludwig von Bayern das gesamte Land der Grafschaft Mark auf Lebenszeit an Gerhard abtreten. Gerhard darf hiervon nichts veräußern. Er darf nur solche Amtmänner einsetzen, die Adolf genehm sind und beiden Brüdern huldigen.

Nach Gerhards Tod soll die Grafschaft zurückfallen an Adolf und seine Nachkommen.

Heinrich Kardinal von England vermittelt 1428 zwischen den Brüdern. Nachdem Gerhard das Schloß Altena eine Zeit lang belagert hat, besetzt der Kardinal sie als Pfand.

 
1429
Nach Überzeugung der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft stammt aus dieser Zeit die älteste in Altena erhaltene Schützenordnung. Aus den, in der Schützenordnung, erwähnten Namen lässt sich dieser zeitliche Rückschluss ziehen. Das heute noch existierende Dokument stammt nach wissenschaftlichen Untersuchungen jedoch aus der Zeit um 1580. Demnach muss es sich um eine Abschrift der Schützenordnung von 1429 handeln.

 

Adolf und Gerhard schließen 1430 auf 6 Jahre Frieden, den sie 1437 neu besiegeln.

 

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Autor: Christian Klimpel / 2016; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

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