Noch 253 Tage bis zum Schützenfest!

1667 - 1700

1667 - 1700

1667: Schützenzehrung

1667 erwirbt die reformierte Gemeinde das "Scharffensche Haus" gegenüber der Burg Holtzbrinck und baut es zur Kirche um

 

1668 erhält die Lutherkriche eine neue Kirchenorgel. Die Schützen, nun unter Führung eines Kapitäns, unterstützen die Finanzierung.

 

1669: Schützenfest mit Vogelschießen.

Der Kurfürst wiederholt daraufhin seine Verfügung gegen das abergläubische Vogelschießen.

 

1670: Schützenfest mit Adlerschießen. Die Altenaer widersetzen sich also dem Verbot des Fürsten.

Um 1670 wird auf der Burg Altena ein Invalidenhaus eingerichtet, in dem Soldaten als Besatzung untergebracht werden, die aufgrund Alter oder Verwundung nicht mehr Wehrdienst leisten können.

 

1673 kommt es zu Plünderungen in der Freiheit durch Franzosen im Niederländisch-Französischen Krieg. Die Franzosen wollen auch die Burg angreifen, der Angriff wird aber durch die Schützen- und Bürgerschaft abgewehrt.
Kurfürst Friedrich Wilhelm würdigt das tapfere Verhalten der Einwohner.

 

Im gleichen Jahr entstehen erhebliche Schäden an der Burg durch Blitz und Feuer. Der Dachstuhl des Pulverturms wird zerstört.

 

1675 lehren zwei Brüder aus Altena den Engländern das Drahtziehen.

 

1678 wird in Altena eine Stahlordnung für die Herstellung und den Absatz von Stahldraht eingeführt.

Im gleichen Jahr ziehen erst spanische, dann französische Regimenter durch das märkische Sauerland und beziehen Quartier in der Freiheit Altena.

 

1679: Franzosen überfallen die Freiheit erneut

Rechts: Typische Kleidung eines Gewehrschützen um 1680 in Deutschland

 

1682: Schützenfest. 290 Schützen schießen "Aufm Piepenbrink" auf die Scheibe.

 

1686 führt eine Wirtschaftskrise zur Gründung einer Monopolgesellschaft und Neugliederung

der Drahtproduktion im märkischen Raum: Der erste Altenaer Drahtstapel wird eingerichtet.

 

In diesem Jahr ließ die ehrbare Schützengesellschaft "an Platz des zerrißenen Fähnleins" für 25 Thaler ein neues in Köln angefertigt. Neben der lateinischen Inschrift „Reddit Conjunctio Tutos“ (Eintracht macht sicher) zeigte es in der Mitte einen fliegenden Adler, der einige auf dem Wasser schwimmende Gänse zu erhaschen trachtet, solche aber, weil sie sich getreulich zusammenhalten, nicht anfallen darf.

 

Als dann am 29. Juli 1686 Schützenspiel im Bungarten gehalten wurde und Heinrich Wortmann den Vogel schoss, konnte die neue Fahne ihrer Bestimmung übergeben werden.

226 Jahre hielt diese erste Schützenfahne und überstand dabei 35 Schützenfeste. Sie wird heute in einer Vitrine auf Burg Altena ausgestellt; Foto: Gerd Klimpel; 2016

 

Die Zeit der Könige in Preußen

1688 tritt Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg (1688 – 1713) die Regierung an. Ab 1701 wird er König von Preußen werden.

Kurfürst Friedrich III., 1690. Ab 1701 nannte er sich dann König Friedrich I. Bild gemeinfrei

 

Der preußische Hofmaler Abraham Begeyn erstellt 1690 eine große Zeichnung der Burg Altena.

 

1691: Schützenfest

 

Infolge einer Wirtschaftskrise durch Kriege in Europa erlischt der Drahtstapel im Jahre 1695

 

1696 wird in Altena mangelnde Gottesfurcht unter den Arbeitern und übertriebener Alkoholgenuß in den Wirtschaften – hervorgerufen durch starke Bevormundung durch die Obrigkeit – angeprangert.

 

1697: Schützenfest mit Vogelschießen

Burg Altena von Abraham Begeyn erstellt 1690

 

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Autor: Christian Klimpel / 2016; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

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