Noch 190 Tage bis zum Schützenfest!

1834 - 1866

1834 - 1866

Am  4.10.1834 erscheint erstmalig das Wochenblatt für den Kreis Altena (ab 1870: Altenaer Kreisblatt).

 

 

Links: Die heutige Bahnhofstraße um 1840. Stahlstich nach einer Zeichnung von Carl Schlickum

 

1835: In Deutschland verkehrt die erste Eisenbahn

Im Auftrag von Oberpräsident von Vincke erstellt 1835 der Bauinspektors August Ritter Pläne zum Wiederaufbau der Burg. Die Pläne zeigen ein Schloß im neugotischen Stil eines englischen Castles, das nur wenig mit der ursprünglichen Wehranlage gemeinsam hat. Wegen Geldmangels werden diese Pläne nicht umgesetzt.

Altena wird durch eine vierspännige tägliche Fahrpost mit Iserlohn, Lüdenscheid und Schwelm verbunden.

 

1836 wird die Lüdenscheider Straße gebaut.

 

1837: Schützenfest. Die Feier nach dem Scheibenschießen “Am Sande” findet in Gaststätten statt. Der Schützenkönig ist 18 Jahre alt.


Um 1840 wird das Armenhaus auf der Burg aufgelöst.

 

 

König Wilhelm I. von Preußen (seit 1861), Deutscher Kaiser (seit 1871) (1861 – 1888).

 

1860 trifft der erste Personenzug von Hagen in Altena ein. Schon 1861 ist die Eisenbahn von Hagen bis Siegen in Betrieb.

1861 hat Altena 5.934 Einwohner. Sieben der 24 Mitglieder im Schützenvorstand waren Wirte. Basse & Selve richten das Werk am Schwarzenstein ein, wo NE-Metalle verarbeitet werden.
Die Eisenbahnstrecke Ruhr-Sieg wird in Betrieb genommen.

 

1862 wurde Otto von Bismarck Ministerpräsident im Königreich Preußen.

 

Friedrich Wilhelm IV. wird König von Preußen (1840 – 1861).

Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, Porträtaufnahme von Hermann Biow, Daguerreotypie von 1847


Die Stadt Altena überträgt 1842 ihre Anteile am Eigentum an Burg und Burgberg als Geschenk auf das preußische Königshaus.

Im gleichen Jahr erfolgt die Gründung der Städtischen Sparkasse Altena.

 

 

1843 wird die Straße von Altena nach Siegen fertiggestellt.

 

"Auf dem Sande" wird die katholische Kirche "St. Matthäus" geweiht.

 

1846: Entstehung der Pott-Jost-Sage (siehe Schützenlexikon: Pott-Jost)

 

1846-1848: Politische Spannungen und Wirtschaftskrise. Die Schützen sprechen sich gegen die Durchführung eines Schützenspiels aus.

 

1848 wird die Netter Schule eingeweiht und eine Fahrpost nach Siegen und Letmathe wird eingerichtet.

Der Riss der Gesellschaft zieht sich auch quer durch den Schützenvorstand, der insbesondere bei einer Vorstandswahl deutlich wird.

 

1849 kommt es zur Deutsche Revolution und der Frankfurter Nationalversammlung. Die revolutionären Wirren gehen an Altena ohne auffällige Erscheinungen vorbei.

 

1850: Schützenfest; erstmals wird dabei Militärmusik gespielt.

In Altena wird eine Handelskammer gegründet.

Schützenzeichen von 1850

 

1851 wird die Höheren Mädchenschule in Altena gegründet.

 

1852 wird der erste Netter Sammelteich zur besseren Wasserversorgung der Drahtrollen gebaut.

Unter dem Gartenbaudirektor Maximilian Friedrich Weyhe wird die Umgebung des Schlosses bis 1852 in eine Parkanlage umgewandelt, die aber in der Folgezeit nicht gepflegt wird und wieder verwildert.

 

Der Ausbau der Straßen nach Evingsen / Ihmert und Hemer erfolgt 1854. Das Gebäude An der Kirche 2 als Rathaus genutzt. In Altena bestehen 52 Drahtmühlen mit 305 Arbeitern.

 

Altena um 1850

1855: Die Schützen sprechen sich gegen die Durchführung eines Schützenspiels aus.

 

 

1856: Schützenfest

Der Johanniter-Orden richtet 1856 auf Burg eine Siechen- und Krankenanstalt ein (bis 1910).

Schützenzeichen 1856

 

1858 wird der Bau einer städtischen Gasanstalt fertiggestellt. In der Stadt werden 78 Gaslaternen aufgestellt.


Aus Krankheitsgründen übergibt König Friedrich Wilhelm 1858 die Regentschaft an seinen Bruder Wilhelm.

1860 wird ein Eisenbahntelegraph für Privat-Depeschen eingerichtet.

 

Die Zeit der Deutschen Kaiser

Wilhelm I. wird 1861 König von Preußen (ab 1866 Präsident des Norddeutschen Bundes sowie ab 1871 erster Deutscher Kaiser).

Wilhelm I. auf einem Porträt des Hoffotografen Wilhelm Kuntzemüller (1884); gemeinfrei

Altena hat 5.934 Einwohner. Sieben der 24 Mitglieder im Schützenvorstand sind Wirte.

Basse & Selve richten das Werk am Schwarzenstein ein, wo NE-Metalle verarbeitet werden. Die Eisenbahnstrecke Ruhr-Sieg wird in Betrieb genommen.

 

1862 wird Otto von Bismarck Ministerpräsident im Königreich Preußen.

 

1863 fand mit neuer Euphorie ein Schützenfest statt: Für das geplante “Volks- und Bürgerfest” war der Bungern zu klein und ein neuer Schützenplatz wurde gesucht. Letztlich entschied man sich für den Bleicheplatz am Linscheid.

Um die Gemeinschaft herzustellen wurde eine großes Festzelt in Hörde gemietet und die Bewirtung übernahm der Bahnhofswirt. Das Aufstellen von Ehrenpforten für den Vorstand wurde untersagt. 1200-1500 Menschen besuchten das Schützenfest.
Beim Adlerschießen wurden erstmals auch die Insignienschützen (Krone / Zepter / Apfel) geehrt. Schützenkönig wurde der Zimmermeister Karl Oevenscheid zu Rahmede.

Nach dem Schützenfest beschloss der Verstand, dass Einheimische, die nicht Schützen sind, keinen Zugang zum Fest erhalten sollen. Der Druck von Liedern und die Ball- und Tanzordnung wurden mittlerweile für überflüssig erachtet.

 

1864 bestehen in Altena 38 Drahtrollen mit 305 Arbeitern.
In Altena wird eine der ersten Leihbibliotheken in Deutschland eingerichtet

 

1864: Deutsch-Dänischer Krieg

 

1866: Deutscher Krieg; Preußen hat beide Kriege siegreich beendet und einen neuen patriotischen Geist entfacht.

 

 

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Autor: Christian Klimpel / 2016; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

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