Noch 253 Tage bis zum Schützenfest!

1950

Vorwort

Auf unserer Internetseite beginnt die Chronik der
Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft Altena e.V. von 1429
mit ihrer Neugründung nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahre 1950. Die Geschichte der ehrbaren Schützengesellschaft von Altena lässt sich bis zum Jahre 1429 zurückverfolgen.
Dazu verweisen wir auf das Buch "Altena und seine Schützen" von Wilhelm Simons.
 
 
 

Königspaar:

König: Königin:
Erwin Reinecke Lotte Schulze

 

Hofstaat:

Hans Anderson Gertrud Rinke
Herbert Nagelschmitz Hannelore Auch
Hans-Rötger Trappe Gertrud Rentrop
Manfred Hauchler Felicitas Driedger
Herbert Trippe Traute Dunkel
Friedhelm Krohmann Ruth Bergfeld
Heinz Hoberg Lieselotte Hahn
Peter Klincke Anne Daum
Dieter Voswinkel Marga Kettling
Dieter Werthmann Gertrud Herling

 
Preisschützen:

Krone Adalbert Hosenfeld; I. Zug Freiheit
Stern * Rudi Bartels; II. Zug Nette
Rechter Flügel Georg Eick; III. Zug Freiheit
Reichsapfel Karl Niedergerke; II. Zug Kelleramt **
Zepter Dirk Stromberg; II. Zug Freiheit
Stern * Josef Schäfer; III. Zug Freiheit
Stern * Walter Heiermann; II. Zug Kelleramt **
Stern * Otto Lehnert; III. Zug Rahmede
Stern * Paul Adrian; I. Zug Mühlendorf


Vorstand:

Hauptmann Fritz Berg
Adjutant Wilhelm Simons
Fähnrich Otto Heinz Borbeck
Rendant Karl Bartels
Ehrenfähnrich Gustav vom Heede

 

Ehrenscheffen:

Fritz Dönneweg
Albert Eckhardt
Heinrich Brockmann
Albert Bauer

 

Scheffen und Zugführer

Kompanie Rahmede Kompanieführer Hugo Voswinkel
  Scheffen Herbert Winter
Max Claas
Otto August Winter
Kaspar Hesse
Ernst Mühlfarth
Carl Bätzel
  Zugführer Eugen Löttgers
Rudolf Lienkämper
Hugo Eick
     
Kompanie Freiheit Kompanieführer Erwin Reinecke
  Scheffen Dr. Franz Horster
Heinrich Lüke
  Zugführer Dr. Ernst Kamrath - Zug I.
Dirk Stromberg - Zug II.
Leberecht Knipping - Zug III.
August Korte - Zug IV.
     
Kompanie Mühlendorf Kompanieführer Wilhelm vom Hagen
  Scheffen Paul Köster-Emden
Paul Esser
Hermann Jürgens
Ewald Dunkel
Helmuth Hahn
Fritz Finkernagel
  Zugführer Rolf Prein
Willi Hahn
Ernst Günther Pack
Otto Lüling
     
Kompanie Nette Kompanieführer Arnold Gerdes
  Scheffen Albert Bergfeld
Hugo Koch
Ernst Bartels
Gustav Stahlschmidt
Willi Hahn
  Zugführer Karl Jansen
Adolf Selter
Karl Beyhl
Heinrich Hübenthal
Hermann Bartels
     
Kompanie Kelleramt ** Kompanieführer Hermann Meese
  Scheffe Hugo Borbeck
Franz Gäfgen
Gustav Trappe
Otto Stromberg
Wilhelm Bergfeld
Karl Braekler
Dr. Walter Dunkel
  Zugführer Dr. Gerd Scheele
Dr. Rolf Mellmann
Josef Winkens
Willi Borbet

 

* 1950 wurde für jeden Zug ein Stern als Insignie an den Schützenadler gehangen.
** Zwischen 1950 und 1967 hieß die Kompanie Kelleramt noch "Kompanie Knerling-Bahnhof-Brachtenbeck"

 

Weltgeschehen 1950

Im Jahr 1950 geht die institutionelle Verfestigung der Teilung der Welt in zwei Lager weiter, der Kalte Krieg nimmt an Intensität zu. Im Koreakrieg stehen sich die beiden Lager das erste Mal militärisch gegenüber. Auch die Innenpolitik der USA wird davon bestimmt, in der sogenannten McCarthy-Ära. Die Teilung der Welt in zwei Lager gilt auch für die jungen beiden deutschen Staaten, die im Vorjahr gegründet worden waren. In der Bundesrepublik läuft die Verwendung von Lebensmittelmarken aus.

 

Lokalgeschehen 1950

Seit 1946 ist Hermann Voß der Bürgermeister von Altena. Es folgt die Zeit, in der u.a. Dachdeckerei Kranz (1946), Konditorei Merz (1947) und Tapeten Nielsen (1947) gegründet werden. Die Berliner Erich und Fritz Graetz begannen 1948 mit der Neugründung der Graetz KG. Im neuen Stammwerk an der Westiger Straße bauten sie zunächst vor allem Petromaxlampen und Radiogeräte. Das Unternehmen war so erfolgreich, dass bereits 1950 Werk II in Altena gebaut wurde. Die Stadtbücherei zieht 1950 in die Räume der früheren Silberschmiede in die Freiheitstraße 24 um. Beim Orchester der Firma Berg übernimmt Wilhelm Kraus den Tambourstab bis 1953. 

 

Musik 1950

Diana von Paul Anka ***

Wenn das Wasser im Rhein gold'ner Wein wär' von Willy Schneider ***

*** Über diese Links verlassen Sie unsere Homepage und werden zu Musikvideos bei www.youtube.de geleitet

 

Zum Schützenfest 1950:

Altena und seine Industrie waren aus dem Kriege ohne große Schäden hervorgegangen. Infolgedessen konnte das wirtschaftliche Leben, freilich in den ersten Jahren durch die Besatzungsmacht beaufsichtigt und mehr behindert als gelenkt, nach der Währungsreform vom 21. Juni 1948 aber auf neuer gesunder Grundlage, verhältnismäßig schnell wieder in Schwung kommen. Da die Volksstimmung zudem im Gegensatz zu der Zeit nach 1918 durch politischen Extremismus unberührt blieb, so war es nicht verwunderlich, dass schon gegen Ende 1949 wieder Gedanken an ein Schützenfest erwachten.
Diesmal war es der letzte noch lebende König Fritz Berg (1934) - Hermann Schulte, König von 1937 war schon im Oktober 1941 im Osten gefallen - der die Initiative ergriff und die Bürger Altenas am 13. Februar 1950 zu einer Versammlung mit Konzert in den Westfälischen Hof einlud. Seine dort gestellte Frage: „Sollen wir die Friedrich-Wilhelms-gesellschaft neu gründen?“ wurde begeistert bejaht und darauf unverzüglich ein neuer Vorstand bestellt. (…) Die Statuten auf der Fassung von 1894 basierend, aber den Vorschriften der Besatzungsmacht angepasst, wurden angenommen. Anfängliche Befürchtungen, die Besatzungsmacht würde sich in die Vorbereitungen und die Gestaltung des Schützenfestes einmischen, erwiesen sich bis auf einen wichtigen Punkt, das Schießen mit Pulver und Blei, als nicht begründet. Hierüber aber ließen die Herren nicht mit sich reden, so dass der erste Schützenvogel mit Luftgewehren beschossen werden musste. Er wurde in der entsprechend verkleinerten Form von dem traditionellen Vogel-Bauer Schreinermeister Zoebe angefertigt und auf dem Schießstand am Lennestein aus 8 bis 10 Metern Entfernung von über 1100 Schützen aufs Korn genommen und schließlich vom Scheffen und Kompanieführer der Freiheit Erwin Reinecke von der Stange geholt. Er wählte Frau Lotte Schulze (geb. Bartels) zur Königin.
Dieses erste Schützenfest nach dem Debakel von 1945 und den darauf folgenden Hunger- und Notjahren war ein voller Erfolg und ein verheißungsvoller Neubeginn unserer Altenaer Schützen-Gesellschaft. Die Zahl der eingeschriebenen Mitglieder hatte mit fast 2.500 einen bis dahin nicht gekannten Höhepunkt erreicht.
(Quelle: Wilhelm Simons: Altena und seine Schützen / 1973)

 


Daten / Fakten aus der Festordnung und dem Altenaer Kreisblatt:

  • Der Jahresbeitrag lag bei 3,- DM zuzügl. 60 Pfg. für das Kontroll- und Mützenzeichen
  • Es war sonnig
  • Die Stadt war herrlich geschmückt
  • Das Zelt auf dem Langen Kamp war 128 x 20 m groß; aber es war zu klein für alle Besucher
  • Der Antreteplatz zum Eröffnungsumzug befand sich damals an der Bahnhofstraße.
  • Über 1500 Schützen marschierten am Kommersabend in dem Zug.
  • Es waren auch Reiter zu Pferde im Zug
  • Die Paderborner Husaren gründeten die Tradition des Großen Zapfenstreich vor dem Kommers
  • Der Zapfenstreich fand noch nicht im Bungern, sondern vor dem Haus des ehem. Hauptmann Stromberg in der Nette (Kronenstraße) statt. Von dort zogen die Schützen über die Burg zum Festplatz.
  • Für jeden Zug wurde ein Stern am Vogel befestigt.
  • Die Preisschützen erhielten in diesem Jahr keinen Silberbecher sondern einen Gutschein für ein Geschenk.
  • Die Schützen jubelten noch nicht mit einem dreifachen „Pott-Jost“ sondern einem dreifachen „Hoch“

 

Hier finden Sie die Fotos von 1950

 

 

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Autor: Christian Klimpel / 2016; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

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