Noch 190 Tage bis zum Schützenfest!

1953

Königspaar    
     
König Königin  
Hermann Sichelschmidt Grethe Stromberg  
     
Hofstaat    
Wilhelm Wendel Sieglinde Bouwein  
Wolfgang Panne Brigitte Prick  
Peter Menke Anneliese Gröseling  
Fritz Gillmann Silvia Sandmann  
Hermann Gerdes Barbara Winter  
Günther Bergfeld Bärbel Graetz  
Hermann Bergfeld Inge Reuter  
Heiner Gerland Anita Winter  
Wilfried Kinzinger Inge Lüling  
Walter Scherfer Sylvia Berens  
     
Preisschützen    
Krone: Helmuth Hahn Kompanie Mühlendorf
Zepter: Hans Joachim Sponier Kompanie Rahmede
Apfel Edmund Klamm Kompanie Mühlendorf

 

 

Vorstand Hauptmann Fritz Berg
  Adjutant Wilhelm Simons
  Fähnrich Otto Heinz Borbeck
  Rendant Karl Bartels
  Schriftführer Hans Spelsberg
     
Ehrenscheffen Ehrenfähnrich Gustav vom Heede
  Kompanie unbek. Fritz Dönneweg
  Kompanie Freiheit Albert Eckhardt
  Kompanie unbek. Heinrich Brockmann
  Kompanie Kelleramt ** Albert Bauer
     
Platzmeister: Ehrenscheffe Albert Eckhardt
  Schütze Heinrich Detering
     
Spieß der Gesellschaft -  
     
     
Scheffen und Zugführer:    
     
     
Kompanie Rahmede Kompanieführer Hugo Voswinkel
  Scheffen
Herbert Winter
Max Claas
Otto August Winter
Kaspar Hesse
Ernst Mühlfarth
Carl Bätzel
Jürgen Woenckhaus
  Zugführer
Wilhelm Bartels
Rudolf Lienkämper
Fritz Medenbach
Ferdinand Brüning
     
Kompanie Freiheit Kompanieführer Erwin Reinecke
  Scheffen
Dr. Franz Horster
Heinrich Lüke
Hermann Welsholz
  Zugführer Dr. Ernst Kamrath - Zug I.
Dirk Stromberg - Zug II.
Leberecht Knipping - Zug III.
August Korte - Zug IV.
     
Kompanie Mühlendorf Kompanieführer Wilhelm vom Hagen
  Scheffen Paul Köster-Emden
Paul Esser
Hermann Jürgens
Ewald Dunkel
Helmuth Hahn
Fritz Finkernagel
  Zugführer Rolf Prein
Willi Hahn
Friedrich-Wilhelm Finkernagel
Otto Lüling
     
Kompanie Nette Kompanieführer Karl Jansen
  Scheffen
Arnold Gerdes
Willi Hahn
Albert Bergfeld
Hermann Bartels
Karl Beyhl
  Zugführer
Wilhelm Schmidt
Heinrich Hübenthal
Friedrich Rinke
Hermann Born
Josef Hoffmann
     
Kompanie Kelleramt ** Kompanieführer Hermann Meese
  Scheffe Hugo Borbeck
Franz Gäfgen
Gustav Trappe
Otto Stromberg
Karl Braekler
Dr. Walter Dunkel
  Zugführer
Dr. Gerd Scheele
Josef Winkens
Willi Borbet
Ewald Severing

 

** Zwischen 1950 und 1967 hieß die Kompanie Kelleramt noch "Kompanie Knerling-Bahnhof-Brachtenbeck"

 

Das Weltgeschehen vor dem Schützenfest 1953

1951

Das Jahr 1951 ist von den zunehmenden Feindseligkeiten zwischen Ostblock und westlicher Welt geprägt, die sich im Koreakrieg und der McCarthy-Ära, speziell dem Prozess gegen Ethel und Julius Rosenberg, widerspiegelt. Unterdessen gelang in der Bundesrepublik der Regierung Adenauer die allmähliche Emanzipation vom westlichen Besatzungsregime. Der jungen Bundesrepublik wurden weitere Kennzeichen staatlicher Souveränität zugestanden – das Bundesverfassungsgericht nahm seine Arbeit auf, ebenso das neue Außenministerium unter der Leitung von Adenauer selbst.

1952

Das Jahr 1952 war geprägt von dem weiterhin andauernden Koreakrieg. In Europa wird mit der Montanunion die Grundlage der späteren Europäischen Gemeinschaft gelegt, die Bundesrepublik wird damit weiter in Westeuropa eingegliedert.

In der Deutschlandfrage setzte die CDU-Regierung Adenauers gegen den Widerstand der SPD konsequent auf die Westintegration. Die Sowjetunion versuchte dieser Entwicklung gegenzusteuern, indem sie mit der Stalin-Note das Angebot eines wiedervereinigten, aber neutralen Deutschlands machte. Damit konnte Stalin jedoch nicht verhindern, dass sich die Bonner Regierung für den Beitritt zur Europäischen Verteidigungsgemeinschaft entschloss.

1953

Im Jahr 1953 beginnt mit dem Tod Josef Stalins der Prozess der Entstalinisierung in der UdSSR. Sein Nachfolger Chruschtschow setzte angesichts der atomaren Pattsituation und massiver innenpolitischer Probleme auf einen Entspannungskurs. Derweil entluden sich die politischen und wirtschaftlichen Probleme in der DDR beim Aufstand am 17. Juni 1953. Mit dem Angriff auf die Moncada-Kaserne beginnt die Kubanische Revolution.

 

Lokalgeschehen 1951-1953

1951: Im Mai 1951 baut die Graetz KG das Werk III in Altena. Bis zu tausend Rundfunkgeräte der Marke Graetz verlassen in den fünfziger Jahren täglich die Fließbänder und die Firma steigt in die Fernsehgeräteproduktion ein. Beim Spielmannszug Evingsen greift Otto Mattmann bis 1956 zum Tambourstab.

1952: In Altena erfolgt der Neubau der Großen Brücke von der Bachstraße / Lennestraße zur Bahnhofstraße / Lüdenscheider Straße. Bürgermeister Hermann Voss verliert sein Amt und sein Nachfolger wird Gustav Trappe. Stadtdirektor wird Wilhelm Schweppe. Die Lehrwerkstatt feiert ihr 25jähriges Bestehen und am Pragpaul entsteht ein neuer Sportplatz. Bei der Fa. Graetz in der Nette kommt es zu einem Großbrand.

1953: Die Firma "Westf. Union AG" sowie die Fa. "Wilhelm Berg" bestehen seit 100 Jahren. Die Werkskapelle der Firma Berg (gegr. 1934) benennt sich um in "Blasorchester Altena-Rahmede". Der Automobilclub Altena wird gegründet.

 

 

Musik 1953

Es hängt eine Pferdehalfter an der Wand von Kilima Hawaiians***

*** Über diese Links verlassen Sie unsere Homepage und werden zu Musikvideos bei www.youtube.de geleitet

 

Zum Schützenfest 1953:

1953 war das Verbot von Feuerwaffen aufgehoben, so dass jetzt wieder, wie schon die letzten Male vor dem Kriege, vom Lennestein-Schießstand aus auf jenseits der Lenne aufgestellten Vogel geschossen werden konnte.

Schütze Hermann Sichelschmidt tat den Königsschuss und Frau Grethe Stromberg geb. Thomee wurde Königin. Seither hat die Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft in dreijährigem Turnus viele weitere Schützenfeste mit ihren vielgestaltigen Vor- und Nachspielen abgewickelt und, dazu gehört jedesmal für den Vorstand ein gewaltiges Arbeitspensum. Das Fehlen einer festen Schützenhalle, (…), die Notwendigkeit, jedesmal eine Brücke zum Langen Kamp, dem einzigen, nach der Bebauung des Linscheider Spielplatzes überhaupt noch verbliebenen Festplatz, bauen zu müssen, ferner das durch die weite Verzweigung der Stadtteile gegebene Erfordernis, für jede der 5 Kompagnien eine besondere Musikkapelle mit Spielmannszug zu verpflichten, dies alles bedeutet einen gewaltigen Aufwand an Geld und Vorbereitungszeit.

Auf der anderen Seite bringen diese Erschwernisse auch große Vorteile mit sich. Das festliche Treiben in einem Zelt vermittelt anders als in einem massiven Saalbau einen ganz besonderen Zauber des Ungewöhnlichen, der die Festfreude stimuliert, und dass das Angebot an Marschmusik bei den Umzügen sowie bei Konzerten und Ständchen im Zelt, am Schießstand und bei den verschiedenen kleineren Nebenveranstaltungen erst die richtige Schützenfest-Stimmung erzeugt und wachhält, bedarf kaum der Erwähnung.

Aber noch ein weiterer durch die hohen Festkosten bedingter Umstand ist hervorzuheben, nämlich dass es nur alle drei Jahre gefeiert werden kann. Dadurch wird dem Altenaer Schützenfest der Reiz der Seltenheit gegeben und Gewöhnung und Überdruss vermieden.

Bei dieser Aufzählung der Vorzüge darf aber das Wichtigste nicht unerwähnt bleiben. Es ist die Einmaligkeit, die durch das Vorhandensein nur einer einzigen großen Schützengesellschaft gewährleistet ist und welche Zersplitterung und Cliquenwesen absolut ausschließt. Sie ist gleichzeitig die Voraussetzung dafür, dass der uralte und immer wieder neue Zweck des Festes erreicht wird, Einigkeit und Gemeinschaftsgefühl aller Bürger, gleichgültig ob alt oder jung, arm oder reich, in froher Geselligkeit zu bekunden und zu betätigen.

(Quelle: Wilhelm Simons: Altena und seine Schützen / 1973)

 

Daten / Fakten aus der Festordnung und dem Altenaer Kreisblatt:

  • Das Amt des Schriftführers wurde im Vorstand eingeführt
  • Der Jahresbeitrag lag bei 3,- DM zuzügl. 90 Pfg. für das Festabzeichen.
  • Erstmals wird das Festabzeichen in der Festordnung erwähnt
  • Bei Adlergeleit wurde der Schützenvogel im Möbelhaus Hinne ausgestellt; dort ist seit 2014 der Eingang zum Burgaufzug
  • Der Bierpreis lag bei 40 Pfg. pro Glas
  • Schreinermeister Wilhelm Zoebe aus der Rahmede schuf 1953 seinen letzten Schützenadler. Seine Kunst hatte er über den Vater vom Großvater (Polizeidiener Zoebe schuf 1869 den Aar) übernommen. Nachfolger von Wilhelm Zoebe wurde Otto Reuber.
  • Der Große Zapfenstreich vor dem Kommers wurde erstmals im Bungern zelebriert
  • Bei Schützenfest 1953 wurde zum ersten Mal ein Film gedreht, der noch heute von Zeit zu Zeit ausschnittsweise vorgeführt wird. Die Regie führte damals Lebrecht Knipping
  • Uniformen für Musiker waren zu dieser Zeit nach dem Krieg noch verboten

 

Hier finden Sie die Fotos von 1953

 

__________________________________________________________________

Autor: Christian Klimpel / 2016; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

Zurück