Noch 190 Tage bis zum Schützenfest!

1959

Königspaar    
     
König Königin  
Otto Lüling Ulrike Welsholz  
     
Hofstaat    
Friedel Gundel Elvira Rüggeberg  
Hans Hermann Schilling Ute Heupel  
Dieter Sommer Anja von Carlowitz  
Franz Kolar Inge Pinkert  
Volkert Bruder Annegret Hahn  
Ulrich Koch Gisela vom Hagen  
Hans Jürgen Hesse Renate Bergfeld  
Friedrich-Wilhelm Hahn Barbara Rentrop  
Hans Hermann Künne Barbara Mussul  
Horst Pieraks Gerlinde Borbet  
Klaus Schulze Sieglinde Pack  
Dieter Selbach Sigrid Köbbert  
     
Preisschützen    
Krone: Wolfgang Eulitz Kompanie Kelleramt**
Apfel & linker Flügel: Wilfried Braun Kompanie Freiheit
Zepter: Julius Gerber Kompanie Freiheit
Rechter Flügel Heinz Makalla Kompanie Mühlendorf

 

 

Vorstand Hauptmann Fritz Berg
  Adjutant Wilhelm Simons
  Fähnrich Wilhelm Schmidt
  Rendant Hermann Gerdes
  Schriftführer Hans Spelsberg
     
Ehrenscheffen
Kompanie Rahmede
Hugo Voswinkel
 
 
Kompanie Freiheit
 
Albert Eckhardt
Erwin Reinecke
 
 
Kompanie Mühlendorf
 
Wilhelm vom Hagen
Paul Köster-Emden
 
 
Kompanie Kelleramt **
 
Albert Bauer
     
Platzmeister:
Ehrenscheffe
Schütze
Albert Eckhardt
Heinrich Detering
     
Spieß der Gesellschaft -  
     
     
Scheffen und Zugführer:    
     
     
Kompanie Rahmede Kompanieführer Fritz Medenbach
  Scheffen
Herbert Winter
Max Claas
Caspar Hesse
Ernst Mühlfarth
Rudolf Lienkämper
  Zugführer
Wilhelm Bartels
Ferdinand Brüning
Dirk Welsholz
Gerd Schiffer
     
Kompanie Freiheit Kompanieführer Erwin Reinecke
  Scheffen
Heinrich Lüke
Hermann Welsholz
Dr. Ernst Kamrath
Dirk Stromberg
Lebrecht Knipping
August Korte
Ewald Severing
  Zugführer
Peter Klincke
Karl Best
Albert Schulte jr.
Walter Bauer
Willy Wolff
     
Kompanie Mühlendorf Kompanieführer Otto Lüling
  Scheffen
Ewald Dunkel
Helmut Hahn
Fritz Finkernagel
Hermann Sichelschmidt
Rolf Prein
  Zugführer
Willi Hahn
Friedrich-Wilhelm Finkernagel
Friedhelm Krohmann
Willy Bröer
     
Kompanie Nette Kompanieführer Karl Jansen
  Scheffen
Arnold Gerdes
Albert Bergfeld
Hermann Bartels
Karl Beyhl
Hermann Born
  Zugführer
Rudolf Schärfer
Werner Berkey
Alfred Hahn
Alfred Bruder
Hans Rahmer
     
Kompanie Kelleramt ** Kompanieführer Hermann Meese
  Scheffe
Otto Stromberg
Gustav Trappe
Karl Braekler
Dr. Walter Dunkel
Dr. Gerd Scheele
Josef Winkens
Willi Borbet
  Zugführer
Egon Braekler
Dieter Steinigeweg
Klaus Wille
Günther Zimmermann

 

** Zwischen 1950 und 1967 hieß die Kompanie Kelleramt noch "Kompanie Knerling-Bahnhof-Brachtenbeck"

 

Das Weltgeschehen vor dem Schützenfest 1959

1957

Mit dem Sputnik-Satelliten beginnt 1957 das Zeitalter der Raumfahrt. Gleichzeitig ist er auch Ausdruck der Systemkonkurrenz zwischen USA und Sowjetunion, die sich auch in der Eisenhower-Doktrin niederschlägt.

Währenddessen wird mit den Römischen Verträgen der bedeutendste Grundstein der europäischen Einigung gelegt.

1958

1958 erlebt die Weltwirtschaft ihre erste Rezession der Nachkriegszeit. Die Bundesrepublik, mitten im Wirtschaftswunder, ist davon nur gering betroffen, Nordamerika sowie Südamerika dagegen spürbar. 1958 (oder 1957) gilt als das Jahr, in dem in Westdeutschland eine lange Krise der Kohle- und Stahlindustrie begann. Im Ruhrgebiet, werden diese Krisen besonders sichtbar.

Weltweit erstarkt die Bewegung für die atomare Abrüstung.

In der Kubanischen Revolution gehen die Rebellen in die Offensive, und sind zum Jahreswechsel schließlich siegreich in der Schlacht von Santa Clara.

Nach zahlreichen inneren Krisen, insbesondere dem Algerienkrieg, begründet Frankreich die Fünfte Französische Republik. Ihr erster Präsident wird Charles de Gaulle.

Angelo Giuseppe Roncalli wird zum Papst gewählt und nimmt den Namen Johannes XXIII. an.

1959

1959 übernehmen auf Kuba nach der Flucht des Diktators Batista die Revolutionäre unter Fidel Castro die Macht.

Die Supermächte USA und UdSSR bemühen sich in Gesprächen um eine Abschwächung des Konfrontationskurses im Kalten Krieg. US-Vizepräsident Richard Nixon reist in die Sowjetunion, während Kreml-Führer Nikita S. Chruschtschow als erster sowjetischer Partei- und Regierungschef in die USA fährt.

In der Bundesrepublik wird Heinrich Lübke Nachfolger von Bundespräsident Theodor Heuss, nachdem Adenauer seine Pläne, sich neben dem Amt des Bundeskanzlers auch zum Bundespräsidenten wählen zu lassen, aufgeben muss. Die SPD richtet sich mit ihrem Godesberger Programm in Richtung Marktwirtschaft und Akzeptanz der Bundeswehr neu aus. Das Wasserhaushaltsgesetz wird erlassen: Es stellt die Verunreinigung der Flüsse unter Strafe.

 

Lokalgeschehen zwischen 1957 und 1959

1957 verstirbt Bürgermeister Hermann Voß. Sein Nachfolger wird Heinrich Malkus. Die Richard-Schirrmann-Jugendherberge am Hartenstein und die Sporthalle am Breitenhagen werden gebaut. Der Sparkassenanbau und die Schule am Breitenhagen werden eingeweiht. Erst seit diesem Jahr gibt es den Parkplatz an der Burg Altena. Seit 25 Jahren existieren die Segelflieger in Altena. Die Marine-Kameradschaft feiert ihr 50. Jubiläum. Der Männer-Gesangsverein "Liederkranz Altena-Nette" besteht seit 65 Jahren und die Samenhandlung Steinmann seit 75 Jahren. Auf 100 Jahre blickt die Firma "Fr. und H. Lüling KG" zurück.

1958 wird die Jugendherberge am Linscheider Bach und der Anbau des Krankenhauses werden eingeweiht, das neue Finanzamt bezogen. Das Gaswerk Altena besteht seit 100 Jahren. Die Freiw. Feuerwehr feiert ihr 75-jähriges, der Schwimmverein 08 das 50-jährige, der Schwimmclub "Gut Nass" das 35-jährige, die Handballabteilung der Germania ihr 30-jähriges und die Frauenturnriege des MTV ihr 25-jähriges Bestehen. Das Deutsche Rote Kreuz blickt auf sein 60jähriges Bestehen in Altena zurück. Die Firma Graetz gründet einen Betriebszweig für Strahlenmessgeräte, Joe Bardenheuer den "Kölschen Joe" und Werner Bauerfeind die Burg-Apotheke an der Kirchstraße 16.

1959 besucht Bundespräsident Theodor Heuss die Jugendherberge auf Burg Altena zum 50jährigen Bestehen des Jugendherbergswerkes. Die Firma VDM spürt u.a. die Folgen der Krise 1958 und schließt das Motorenwerk Hünengraben. Es folgt der trockenste Sommer seit 12 Jahren. Die Tagesleistung des Wasserwerkes am Stortel wird von 800 m3 auf 1.800 m3 erhöht. Die Feuerwehr freut sich über eine neue Drehleiter. Deren Dienste waren auch beim Wixbergbrand und beim Krankenhausbrand gefragt. Joachim Kirmse wird Tombourmajor beim Blasorchester Altena. Er wird dieses Amt bis 1983 ausfüllen. Das "Lennewerk" blickt auf 250 Jahre Firmengeschichte zurück. Das Altenaer Kreisblatt feiert sein 125. Jubiläum. Der Turnverein Städtisch Rahmede wird 70 Jahre alt. Der Turnverein "Deutsche Eiche" sowie der Männergesangsverein MGV Basse & Selve "Werk Linscheid" bestehen seit 50 Jahren. Ebenfalls seit 50 Jahren besteht das Krankenhaus an der Freiheitstraße. Das Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg wird gebaut. Die neue Netter Schule und die Reithalle am Hünengraben werden eingeweiht. Das Café Merz an der Bahnhofstraße wird aufwendig aus- und umgebaut.

 

 

Musik 1959

1957: Cindy, Oh Cindy von Margot Eskens

1958: Der lachende Vagabund von Fred Bretelmann

1959: La Paloma von Billy Vaughn & his Orchestra

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Zum Schützenfest 1959:

Als Nachfolger des Fähnrichs Leberecht Knipping, der sein Amt niedergelegt hatte, wurde am 11. März 1959 Fabrikant Wilhelm Schmidt zum Fähnrich gewählt. In diesem Jahre schoß der Kompanieführer Mühlendorf und Scheffe Otto Lüling den Vogel ab und wählte Frau Ulrike Welsholz zur Königin.

(Quelle: Wilhelm Simons: Altena und seine Schützen / 1973)

 

 

Daten / Fakten aus der Festordnung und dem Altenaer Kreisblatt:

  • Aufgrund dessen, dass kein Preisschütze einen Stern geschossen hat, kann man wohl davon ausgehen, dass 1959 auf den Brauch verzichtet wurde, dass für jeden Zug ein Stern an den Adler gehangen wird.
  • Laut Festordnung von 1956 gibt es in diesem Jahr keinen Fähnrich. Das Amt scheint nach dem Schützenfest aber Lebrecht Knipping zu übernehmen, denn in einem Protokoll von 1959 ist zu lesen, dass Scheffe Lebrecht Knipping diese Aufgabe an Wilhelm Schmidt abgibt.
  • Der V. Zug Freiheit (Muckebeutel) wird gegründet. Er entstand aus einer Spaltung des II. Zuges Freiheit (Stapelzug). Zugführer ist Willy Wolff
  • Der Weg beim Festumzug vor dem Kommers verläuft wie 1956, jedoch erspart man sich nach dem Dämmerschoppen den Weg über die Burg Altena und geht vom Iserlohner Tor aus den direkten Weg zum Großen Zapfenstreich im Bungern
  • Besonders kurios ist in diesem Jahr das Adlerschießen: Besonders erfolgreich ist der Schütze Wilfried Braun (Kompanie Freiheit – Zug Lennestein): Mit einem einzigen Schuß trennt er gleich den Reichsapfel und den linken Flügel vom Schützenvogel
  • Am Nachmittag eröffnet der Schützenkönig von 1956 das Königsschießen: Wilhelm Simons gibt den ersten Schuss ab und - der Vogel liegt am Boden. Aber er wird wieder aufgehangen
  • Kompanieführer Otto Lüling setzt sich beim Königsschießen gegen 3 Mitbewerber durch und wird Schützenkönig
  • Erstmals wird eine Sitzordnung für die Kompanien im Zelt eingeführt
  • Der Jahresbeitrag liegt bei 5,- DM zuzügl. DM 0,50 für das Festabzeichen
  • Erstmals wird von der Idee berichtet eine Erinnerungsmedaille für langjährige Schützen einzuführen
  • 1961 entsteht ein Foto des Gesamtvorstandes und ein weiteres Foto mit den noch lebenden Königen der Gesellschaft

 

Hier finden Sie die Fotos von 1959

 

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Autor: Christian Klimpel / 2016; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

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