Noch 253 Tage bis zum Schützenfest!

1970

Königspaar    
     
König Königin  
Lebrecht Knipping Hanni Kamrath  
     
Hofstaat    
Klaus Bitter Marianne Knoll Kompanie Rahmede
Horst Wunderlich Gudrun Siebecke  
Thomas Diedrich Renate Werner Kompanie Freiheit
Dietmar Lau Cornelia Prange  
Ulrich Dittkrist Doris Verhagen Kompanie Mühlendorf
Wolfgang Reinshagen Annegrete Schulze  
Peter Dirk Hahn Christa Bald Kompanie Nette
Michael Jansen Brigitte Jedamyk  
Gerd John Karin Rahmer Kompanie Kelleramt
Günter Krause Waltraud Heuser  
     
Preisschützen    
Krone: Klaus Günter Patt Kompanie Nette
Zepter: Michael Braun Kompanie Kelleramt
Apfel: Manfred Bierwirth Kompanie Rahmede
Rechter Flügel: Jochen Fröhling Kompanie Freiheit
Linker Flügel: Bruno Kohler Kompanie Freiheit

 

 

Vorstand Ehrenhauptmann Fritz Berg
  Hauptmann Otto Lüling
  Adjutant Wilhelm Simons
  Fähnrich Wilhelm Schmidt
  Rendant Hermann Gerdes
  Schriftführer Hans Spelsberg
     
Ehrenscheffen
Kompanie Rahmede
Hugo Voswinkel
 
 
Kompanie Freiheit
 
August Korte
Erwin Reinecke
Hermann Welsholz
 
 
Kompanie Mühlendorf
 
Ewald Dunkel
 
 
Kompanie Kelleramt
 
Hermann Meese
Otto Stromberg
Gustav Trappe
     
Platzmeister:
-
 
     
Fahnengruppe:  
HansHermann Erdmann
Horst Kensmann
Reinhold Scholl
     
Spieß der Gesellschaft -  
     
     
Scheffen und Zugführer:    
     
     
Kompanie Rahmede Kompanieführer Dirk Welsholz
 

 

Scheffen

 
Wilhelm Bartels
Max Claas
Rudolf Lienkämper
Gerd Albert Schiffer
Konrad Seibel
Hans Otto Winter
Ernst-Günther Zimmermann
 

 

Zugführer

 
Friedrich W. Berg
Günther Braun
Hans-Jürgen Hesse
Hans Hermann Schilling
     
Kompanie Freiheit Kompanieführer Erwin Reinecke
 

 

Scheffen

 
Karl Best
Paul Graß
Manfred Hücking
Dr. Ernst Kamrath
Peter Klincke
Lebrecht Knipping
Rolf Nielsen
Ernst Prange
Ewald Severing
Dirk Stromberg
 

 

Zugführer

 
Hans Peter Graß
Klaus Knipping
Hans-Jürgen Ritz
Hans Schültke
     
Kompanie Mühlendorf Kompanieführer Willy Hahn
 

 

Scheffen

 
Wilhelm Beil
Willi Bröer
Friedrich Wilhelm Finkernagel
Friedrich Wilhelm Hahn
Dr. Fritz Klüppelberg
Friedhelm Krohmann
Rolf Prein
 

 

Zugführer

 
Gerd vom Brocke
Heinz Dudyka
Hans Georg Goßmann
Ernst von der Krone
     
Kompanie Nette Kompanieführer Karl Jansen
 

 

Scheffen

 
Albert Bergfeld
Karl Beyhl
Werner Berkey
Alfred Bruder
Alfred Hahn
Hans Rahmer
Rudolf Schärfer
 

 

Zugführer

 
Horst Günther Bergfeld
Hermann Hammeke
Ernst-Wilhelm Opderbeck
Ernst-Wilhelm Vedder
     
Kompanie Kelleramt Kompanieführer Willi Borbet
 

 

Scheffe

 
Egon Braekler
Adolf Feuring
Christoph Hübenthal
Dr. Wilhelm Knollmann
Dr. Gerd Scheele
Dr. Herbert Schulze
Dieter Steinigeweg
Josef Winkens
 

 

Zugführer

 
Franz Erning
Eberhard Erpelding
Heinz Lahrmann
Kurt Rahmer

 

 

Das Weltgeschehen vor dem Schützenfest 1970

1968

Das Jahr 1968 ist in vielen Ländern der Höhepunkt der linksgerichteten Studenten- und Bürgerrechtsbewegungen der 1960er-Jahre, die daher auch als 68er-Bewegung bezeichnet werden. In den USA sind das die Proteste gegen den Vietnamkrieg und die schwarze Bürgerrechtsbewegung, deren Anführer Martin Luther King im April des Jahres ermordet wird, in Frankreich die Mai-Unruhen, in der Bundesrepublik die Studentenbewegung, die Proteste gegen die Notstandsverfassung und die Außerparlamentarische Opposition, in der ČSSR der Prager Frühling, in Polen die März-Unruhen, die Studentenproteste in Mexiko und in Japan die Proteste von Zengakuren.

1969

Das Jahr 1969 markiert das Ende der 1960er-Jahre. Prägend für dieses Jahr war insbesondere die erste Mondlandung in der Geschichte der Menschheit. Weitere bedeutende Ereignisse waren Regierungswechsel in Deutschland (Willy Brandt wird Bundeskanzler), den USA (Richard Nixon wird Präsident) und in Frankreich. Auch die brutalen Morde der Manson Family in Kalifornien sowie der Vietnamkrieg beherrschten das Geschehen. Musikalisch und kulturell blieb das Woodstock-Festival in Erinnerung.

1970

US-Invasion 1970 in Kambodscha mit dem Ziel, Nachschubwege der Nord-Vietnamesen nach Südvietnam abzuschneiden.

 

Lokalgeschehen zwischen 1968 und 1970

1968 hat Altena 22.721 Einwohner. Die Firma Frohn aus Evingsen und Ihmert verlegt ihre Produktion in angemietete Gebäude in der Nettestraße.

1969 wird das Lutherhaus in der Lennestraße abgebrochen. Die kreisfreien Stadt Lüdenscheid und der Landkreis Altena bilden den Kreis Lüdenscheid. Altena verliert dabei den Status der Kreisstadt an Lüdenscheid; Dahle, Evingsen und ein Teil der Rahmede werden eingemeindet. Altena zählt nun 32.066 Einwohner. Bei der Wahl zum Bürgermeister folgte Friedhelm Halfmeier dem bisherigen Amtsinhaber Gustav Trappe. Der Südwesthang des 445m hohen Wixbergs geht in Flammen auf. Der Kampf gegen die Flammen kostet nicht nur die Kraft von über 500 Feuerwehrleuten - sondern dem damals 27 Jahre alten Feuerwehrmann Klaus Klein aus Hemer das Leben. Die Zubringerstraße zum Nettenscheid wird gebaut.

Der Südwesthang des 445 Meter hohen Wixbergs geht in Flammen auf. Der Kampf gegen die Flammen kostet nicht nur die Kraft von 500 Feuerwehrleuten – sondern dem damals 27 Jahre alten Feuerwehrmann Klaus Klein aus Hemer das Leben.

Als im Sauerland die Wälder brannten | WR.de - Westfaelische Rundschau - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/wr/wr-info/als-im-sauerland-die-waelder-brannten-id68217.html#plx1468620139
Der Südwesthang des 445 Meter hohen Wixbergs geht in Flammen auf. Der Kampf gegen die Flammen kostet nicht nur die Kraft von 500 Feuerwehrleuten – sondern dem damals 27 Jahre alten Feuerwehrmann Klaus Klein aus Hemer das Leben.

Als im Sauerland die Wälder brannten | WR.de - Westfaelische Rundschau - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/wr/wr-info/als-im-sauerland-die-waelder-brannten-id68217.html#plx1468620139
Der Südwesthang des 445 Meter hohen Wixbergs geht in Flammen auf. Der Kampf gegen die Flammen kostet nicht nur die Kraft von 500 Feuerwehrleuten – sondern dem damals 27 Jahre alten Feuerwehrmann Klaus Klein aus Hemer das Leben.

Als im Sauerland die Wälder brannten | WR.de - Westfaelische Rundschau - Lesen Sie mehr auf:
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1970 erfolgt der Baubeginn für die Hochhaussiedlung am Nettenscheid. Das letzte Hochhaus wird sechs Jahre später fertiggestellt sein. Der Industrieabwasserverband nimmt seine Anlage zur Regeneration der Säuren und Spülwasser in Betrieb. Das verschmutzte Industriewasser wird seitdem dort aufbereitet und belastet nicht mehr die Bäche und die Lenne. Günter Topmann übernimmt das Bürgermeisteramt – und er wird es bis 1999 ununterbrochen wahrnehmen.

 

Musik 1970

1968: Delilah von Tom Jones / Heidschi Bumbeidschi von Heintje

1969: Oh Happy Day von Edwin Hawkins Singers / In The Ghetto von Elvis Presley

1970: House Of Rising Sun von Frijid Pink / Du von Peter Maffay

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Zum Schützenfest 1970:

Für das Jahr 1970 finden sich in dem Buch „Altena und seine Schützen“ von Wilhelm Simons eine Ergänzung mit zahlreiche Fotos. Seine Textausführungen hingegen sind kurz gehalten.

Am 26. Juni wird der Adler von der Kompanie Rahmede zum Kaufhaus Böhrer gebracht, wo er im Schaufenster zusammen mit anderen historischen Attributen der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft ausgestellt wird.

Donnerstag, den 09. Juli: Die Fahne wird am Hause des Fähnrichs Wilhelm Schmidt abgeholt.

Am Linscheider Bach fand traditionell der Dämmerschoppen statt.

Die pferdebespannte Königskutsche diente am Donnerstag noch dazu, gehbehinderten alten Schützen die Teilnahme zu erleichtern.

Eine Abordnung der Bundeswehr hat es übernommen, dass Schießen am Freitag zu beaufsichtigen.

Lebrecht Knipping hat den Vogel abgeschossen und nimmt Hanni Kamrath, geb. Butzek zur Königin.

Stadtdirektor Dr. Knollmann und Bürgermeister Günther Topmann beglückwünschten das Königspaar am Samstag im Bungern.

Die Ehepaare Helmut Brodhäcker und Dr. Mellmann übernahmen die Aufgabe als Kammerherren und -frauen

Quelle: Wilhelm Simons „Altena und seine Schützen“ / 1973

 

Lebrecht Knipping schreibt in dem Schützenbuch:

Am Freitag, den 10.07.1970, hatte Altena einen neuen Schützenkönig. Lebrecht Knipping, Scheffe der Kompanie Freiheit, tat um 14:11 Uhr seinen Königsschuss. Das Altenaer Kreisblatt berichtet, dass im übervollen Bungern der König Lebrecht in seiner Rede besonders darauf hinwies: Wir stehen auf unserem Eigentum, dem Bungern, früher Baumgarten, genannt. Wahren Frohsinn, Mäßigkeit, Bürgertreue, Eigenschaften, die unsere Altenaer Bürger zum heutigen Bestand der ehrwürdigen Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft brachte. Meine Königin, Hanni Kamrath, und ich erwarten, dass jeder nach Kräften dazu beiträgt, dieses Fest zu verschönern, wie es unsere Statuten vorsehen.

König Lebrecht konnte vor seinem eigenen Haus in der Lindenstraße traditionsgemäß, wie seit Urgroßvaters Zeiten, es war die 30. Parade seit 1748, den Vorbeimarsch abnehmen. Die Generalversammlung nach dem Fest fand am 30.11.1970 im Lennestein statt.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurden am 24.02.1973 Bürger durch die Stadt geehrt, die sich besondere Verdienste zum Wohle der Stadt und ihrer Bürger erworben haben. Dazu gehörten u.a. das Königspaar Knipping - Kamrath.

Die Königskette wurde am 11. August 1973 dem neuen König Eckhard Kittendorf übergeben.

Quelle: Lebrecht Knipping "Altena und seine Schützen" / Ergänzung von 1984

 

Daten / Fakten aus der Festordnung und dem Altenaer Kreisblatt:

  • Dem Fähnrich wird erstmals eine namentlich überlieferte Fahnengruppe bei Seite gestellt

  • Der Schießstand an der Werdohler Straße wird 1970 neu gestaltet

  • Da sich die Kinder so zahlreich an den Festvorbereitungen beteiligen, veranstaltet die Kompanie Freiheit ein Kinderschützenfest im Bungern

  • Der Schützenadler wird beim Adlergeleit im Kaufhaus Böhrer ausgestellt

  • Das Festzelt ist 3500qm groß

  • 22 Schausteller bieten Autoskooter, Raketen- und Geisterbahnen, Steilwandrennen, Karussels, eine Kegelbahn und Ponyreiten. Dazu Losbunden und Imbißstände

  • Zum Schützenfest lädt die Stadt Altena den Bürgermeister der Patenstadt Peronne Monsieur Jean Dandré als Ehrengast ein

  • Der Festumzug vor dem Kommers führt durch die neuangelegte Kleffstraße und die (im Bereich der Lutherkirche) verbreiterte Kirchstraße

  • Das Bier beim Dämmerschoppen am Linscheider Bach stiftet das Hause Borbet

  • Beim Schießen nutzte man zuerst Automatik-Gewehre mit spitzen Geschossen. Da diese keine Wirkung an dem Vogel zeigten, nutz man ab 10 Uhr wieder die herkömmlichen Gewehre

  • Am Samstagmorgen wird wieder Musik für junge Leute gespielt, die „Atmosphäre war erfrischend jugendlich“ und „manch weibliches Teeny tanzte barfuß“

  • Das Königspaar fährt im Großen Festzug 1970 in einer Pferdekutsche; in den Vorjahren hatte so manches Fahrzeug nach dem Umzügen einen Kupplungsschaden

  • Ernst Langenscheidt, seit 10 Jahren durch Kinderlähmung an das Krankenbett gefesselt und daher in Dortmund aufhältig, besucht seine Heimat mit einem Spezialwagen der Bundeswehr. Er freut sich riesig sein erstes Schützenfest zu erleben.

  • Der Jahresbeitrag beträgt DM 10,- zuzüglich DM 1,- für das Festabzeichen

  • Die kommunale Neugliederung (1969) und die damit eingehende Vergrößerung der Stadt Altena sowie der geplante Umbau der Innenstadt waren bei diesem Fest ein Thema

  • Das Betreten des Festplatzes ist wieder gebührenpflichtig.

  • Zum ersten Mal ist schriftlich niedergelegt, dass die Damen der Schützen und unter 18jährige freien Eintritt erhalten.

 

Hier finden Sie die Fotos von 1970

 

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Autor: Christian Klimpel / 2016; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

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