Noch 190 Tage bis zum Schützenfest!

1973

Königspaar    
     
König Königin  
Eckhard Kittendorf Annelie Luckas  
     
Hofstaat    
Peter Krey Annegret Krey Kompanie Rahmede
Michael vom Hofe Friederike Welsholz  
Klaus Neuhaus Angela Grotensohn Kompanie Freiheit
Dieter Haarmann Dorothea Haarmann  
Eckhard Kittendorf Annelie Luckas Kompanie Mühlendorf
Gerhard Schürmann Ulrike Reith  
Ernst-Friedrich Ossenberg Petra Wagner Kompanie Nette
Heinz Rüdiger Hornemann Anja Schürholz  
Ulrich Grabowski Ulrike Obermann Kompanie Kelleramt
Klaus Loettgers Julia Loettgers  
     
Preisschützen    
Krone: Hans Werner Keidel Kompanie Nette
Zepter: Wolfgang Wetzler Kompanie Rahmede
Apfel: Wolfgang Frazczak Kompanie Freiheit
Rechter Flügel: Hans Jürgen Malkus Kompanie Nette
Linker Flügel: Günter Trinkhaus Kompanie Freiheit
Stern Schütze Klostermann Kompanie Mühlendorf
Stern Schütze Wille Kompanie Kelleramt
Stern Obermaat Aye Schnellboot Frettchen
Stern Schütze Bremicker Kompanie Nette
Stern Schütze Langenbruch Kompanie Freiheit
Stern Schütze Trunit Kompanie Rahmede
Stern Schütze Schüller Kompanie Mühlendorf
Stern Schütze Kliem Kompanie Kelleramt
Stern Schütze Bartels Kompanie Rahmede

 

 

Vorstand Ehrenhauptmann Fritz Berg
  Hauptmann Otto Lüling
  Adjutant Hans Spelsberg
  Fähnrich Wilhelm Schmidt
  Rendant Hermann Gerdes
  Schriftführer Ernst-Günther Zimmermann
     
Ehrenscheffen Kompanie Rahmede Max Claas
 
 
Kompanie Freiheit
 
August Korte
Erwin Reinecke
Hermann Welsholz
 
 
Kompanie Nette
 
Albert Bergfeld
 
 
Kompanie Kelleramt
 
Hermann Meese
Wilhelm Simons
Gustav Trappe
     
Platzmeister:
-
 
     
Fahnengruppe:  
Hans Hermann Erdmann
Horst Kensmann
Reinhold Scholl
     
     
Spieß der Gesellschaft -  
     
     
Scheffen und Zugführer:    
     
     
Kompanie Rahmede Kompanieführer Dirk Welsholz
 

 

Scheffen

 
Wilhelm Bartels
Hans-Jürgen Hesse
Rudolf Lienkämper
Gerd Albert Schiffer
Konrad Seibel
Hans Otto Winter
 

 

Zugführer

 
Friedrich W. Berg
Günther Braun
Friedr.-Wilhelm Geßler
Hans Hermann Schilling
Waldemar Vedder
     
Kompanie Freiheit Kompanieführer Erwin Reinecke
 

 

Scheffen

 
Karl Best
Paul Graß
Manfred Hücking
Dr. Ernst Kamrath
Peter Klincke
Lebrecht Knipping
Karl Mintenbeck
Rolf Nielsen
Ernst Prange
Ewald Severing
Dirk Stromberg
 

 

Zugführer

 
Hans Peter Graß
Walter Gäckler
Klaus Knipping
Dr. Jan Lönquist
Hans-Jürgen Ritz
Hans Schültke
     
Kompanie Mühlendorf Kompanieführer Willy Hahn
 

 

Scheffen

 
Wilhelm Beil
Willi Bröer
Friedrich Wilhelm Finkernagel
Friedrich Wilhelm Hahn
Dr. Fritz Klüppelberg
Friedhelm Krohmann
Rolf Prein
Ernst von der Krone
 

 

Zugführer

 
Gerd vom Brocke
Heinz Dudyka
Hans Georg Goßmann
Ernst Kinzinger
Friedrich Wilhelm Schulze
     
Kompanie Nette Kompanieführer Karl Jansen
 

 

Scheffen

 
Karl Beyhl
Werner Berkey
Albert Bruder
Alfred Hahn
Hans Rahmer
Rudolf Schärfer
 

 

Zugführer

 
Horst Günther Bergfeld
Hermann Hammeke
Ernst-Wilhelm Opderbeck
Ernst-Wilhelm Vedder
     
Kompanie Kelleramt Kompanieführer Willi Borbet
 

 

Scheffe

 
Egon Braekler
Franz Erning
Eberhard Erpelding
Adolf Feuring
Christoph Hübenthal
Kurt Rahmer
Dr. Gerd Scheele
Dr. Herbert Schulze
Dieter Steinigeweg
Richard Topp
Josef Winkens
 

 

Zugführer

 
Gerd John
Paul Lehmkuhl
Rainer Merz
Rolf Schmidt

 

 

Das Weltgeschehen vor dem Schützenfest 1973

1971

1971 bestimmen unter anderem die sogenannte Ostpolitik (Viermächteabkommen über Berlin), der Vietnamkrieg und Veränderungen in der Führung der DDR (Erich Honecker wird Erster Sekretär des Zentralkomitees der SED) das Weltgeschehen. „Greenpeace“ und „Ärzte ohne Grenzen“ werden gegründet.

1972

Im Jahr 1972 verschiebt sich das Machtgefüge zwischen den Blöcken im Kalten Krieg: Die Volksrepublik China, die im Vorjahr in die UNO aufgenommen wurde, nähert sich durch Richard Nixons Besuch in China der USA an. Währenddessen normalisieren sich die Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und der DDR durch das Transitabkommen und den Grundlagenvertrag.

Die Olympischen Sommerspiele in München werden von der Geiselnahme der israelischen Athleten überschattet.

1973

Im Jahr 1973 bestimmen die erste Ölkrise, die Watergate-Affäre, der Putsch in Chile und der Jom-Kippur-Krieg das Weltgeschehen.

 

Lokalgeschehen zwischen 1971 und 1973

Die Sauerlandhalle wird 1971 ihrem Zweck als Sporthalle übergeben. Die Firma Lüling (1857 durch Friedrich Wilhelm Lüling in der Nette gegründet) übernimmt das Gebäude des stillgelegten Drahtwerk Borbet am Linscheid und produziert nun an beiden Standorten. Zum ersten Mal findet die Altenaer Werbewoche (AlWeWo) statt. Die Sparkasse Altena und Nachrodt fusionieren.

 

Die Stadt kauft 1972 die Burg Holtzbrinck. Im gleichen Jahr beginnt die Bebauung des Stadtteils Nettenscheid. Blackburn, bereits mit Peronne verbunden, wird auch Partnerstadt von Altena. Armin Opitz wird Leiter der Polizeistation.

 

Musik 1973

1971: Butterfly von Danyel Gérhard

1972: (Is This the Way to) Amarillo von Tony Christie / Ich wünsch' mir 'ne kleine Miezekatze von Wums Gesang

1973: Der Junge mit der Mundharmonika von Bernd Clüver / Get Down von Gilbert O´Sullivan

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Zum Schützenfest 1973:

Für das Jahr 1970 finden sich in dem Buch „Altena und seine Schützen“ von Wilhelm Simons eine Ergänzung mit zahlreiche Fotos. Seine Textausführungen hingegen sind kurz gehalten.

Junglehrer Eckhard Kittendorf schießt den Vogel ab. Nach dem Königsschuß wird er, zwischen Altkönig Lebrecht Knipping und Otto Lüling marschierend, von den Schützen ins Festzelt geführt, wo man ihn, von Altkönig Friedrich-Wilhelm Hahn und Scheffen Wilhelm Beil auf die Schultern gehoben, mit großem Jubel empfängt.

König Eckhard ist aus dem Stande der Blumenfähnriche hervorgegangen. Er bildete zusammen mit seiner Hofdame eines der 10 Hofstaatpaare. So war die Wahl der Königin gewissermaßen vorbestimmt und sie brachte viel jugendlichen Scharm und Freude an ihrer Rolle im Schützenspiel mit. Ihre Vorgängerin, Frau Hanni Kamrath, schmückte sie am Abend im Zelt mit dem Königindiadem.

Die Königsrundfahrt führte das Königspaar mit ihrem Gefolge auf eine 60 km langen Reise durch alle alten und neuen Stadtteile von Altena und Nachrodt-Einsal, wo beide Majestäten ihrem bürgerlichen Beruf nachgehen.

Quelle: Wilhelm Simons „Altena und seine Schützen“ / 1973

 

Lebrecht Knipping schreibt in dem Schützenbuch:

Hauptmann Lüling darf feststellen: Altena hat seit Jahren sein schönstes Fest begonnen. Strtahlender Sonnenschein, ja zeitweilige Hitze und die überaus prachtvolle Ausschmückung der Stadt durch die sehr fleißigen Kränzebinder, sorgten für gute Voraussetzungen. Die sommerliche Hitze erlaubte es, dem Zug Freiheit einheitlich im weißen Hemd, mit grünem Schlips und dunkler Hose im Festzug dem jungen, charmanten Königspaar zuzujubeln. König Eckhard und Königin Annelie wurden überall mit Händeklatschen und Hochrufen begrüßt. Die Königsrede auf dem Bungern, die Königin mit ihrem jungen Hofstaat, wurden vom Volk begeistert aufgenommen. Mit diesem König scheint es nun sicher zu sein, dass bei kommenden Festen unsere Jugend in noch größerem Maße mit dabei sein wird. Dafür wurden in diesem Fest die Weichen gestellt. Es geht aufwärts durch die zu uns strömende Jugend.

Die Generalversammlung nach dem Fest fand am 30.11.1973 im Lennestein statt. Die Königskette wurde am 10. Juli 1973 dem neuen König Jürgen Hesse übergeben.

Quelle: Lebrecht Knipping "Altena und seine Schützen" / Ergänzung von 1984

 

Daten / Fakten aus der Festordnung und dem Altenaer Kreisblatt:

  • Die Burgschänke wird abgerissen. An ihrer Stelle entsteht der Neubau der Burgapotheke. Die Straße davor wird 1973 asphaltiert.

  • Der fortlaufende Stadtumbau, insbesondere der bevorstehende Abbruch des Bungernviertels ist das Thema der Zeit

  • Die Arbeiterwohlfahrt lädt 1973 zusammen mit dem II. Zug der Kompanie Freiheit zum zweiten Kinderschützenfest in den Bungern. Kinderschützenkönigspaar werden Jörg Bromke und Margit Marzecki

  • Vor 1973 wurden nur die ledigen Schützen zum Kränzebinden eingeladen. Dies ändert sich nun nach und nach in den Kompanien

  • Die Kompanie Rahmede führt ihr Kränzebinden im Lennestein durch, die Freiheit in fünf Gaststätten. Die Kompanie Mühlendorf bei Maus (Bergfeld am Eck) sowie im Kölschen Joe. Das Kelleramt trifft sich in der Uhle und im Bahnhofshotel Brieden. Die Kompanie Nette im „Holländer“ und auf Burg Altena

  • Das Gebiet des Kelleramtes wird auch Nachrodt-Einsal ausgedehnt. Im Kelleramt entsteht somit der V. Zug. Bei der Auftaktveranstaltung präsentieren die Fotofrafen Baltruschat und Löffler einen Farbtonfilm über die vergangenen Schützenfeste. Beim Schützenfest 1973 marschiert der V. Zug Kelleramt dann erstmals mit.

  • 180 Pfund wiegt das Schwein, dass die Kompanie Nette im Hahn´schen Steinbruch zubereitet

  • Mit riskanten und fast akrobatischen Einlagen schmücken die Altenaer die Stadt vor dem Fest. Leider passiert dabei euch ein schlimmer Unfall als ein Schütze rücklings von der Leiter auf den Gehweg fällt

  • Seit 1966 unterhält die Stadt eine Patenschaft zum Marineschnellboot Frettchen. 1973 besuchen 32 Besatzungsmitglieder zum ersten Mal unser Schützenfest

  • Viele moderne Fahrgeschäfte werden auf der Kirmes aufgebaut, auf Achterbahn und Hypodrom muss in diesem Jahr verzichtet werden

  • Das Regierungspräsidium Arnsberg macht erhebliche Sicherheitsauflagen für das Königsschießen, so dass bauliche Veränderungen am Schießstand erforderlich sind

  • Schreinermeister Heinrich Künne offenbart der Zeitung viel Detailwissen über die Herstellung des Schützenvogels

  • Die Schützenbrücke baut in diesem Jahr das Technische Hilfswerk (THW)

  • Das Festzelt hat 140m Länge und 24m Breite. In der Mitte macht das 3360qm große Zelt einen Knick parallel zur Lenne um den Schaustellern möglichst viel Platz zu lassen.

  • Zwei Tanzflächen werden eingerichtet und die Musikpodien soweit voneinander entfernt, dass sich die Musik nicht gegenseitig stört

  • Auf die Festordnung wurde versehentlich das Wappen der Stadt Neuenrade gedruckt

  • Einen eigenen lebendigen Vogel hat sich ein Zug der Kompanie Freiheit zugelegt. Bei den Schützenumzügen soll er ständig im Käfig mitgeführt werden als eine Art Maskottchen

  • Erstmals wird das Schützenfest mit 12 Böllerschüssen angekündigt als der Vorstand von der Burg zum Linscheid marschierte. Die Aufgabe übernehmen die Evingser Kanoniere

  • Am Freitag ist es so heiß, dass die Feuerwehr das Zeltdach zur Abkühlung mit Wasser bespritzt

  • Am Freitagabend wird dem frischernannten König der Adlerrumpf vom Thron entführt. Erst 1998, kann Eckhard Kittendorf den Vogel, unter Mithilfe von Scheffe Hartmut Gambalat, wieder in seine Arme nehmen. Der gerupfte Schützenvogel hat 25 Jahre in einem Keller am Tiergarten verbracht

  • Die Rundfahrt des Königpaares führt erstmals auch nach Nachrodt

  • Der Jahresbeitrag beträgt DM 12,- zuzüglich DM 1,- für das Festabzeichen

  • Für das Betreten des Festplatzes wird auch am Sonntag kein Eintritt mehr erhoben

 

Hier finden Sie die Fotos von 1973

 

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Autor: Christian Klimpel / 2016; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

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