Noch 253 Tage bis zum Schützenfest!

2000

Königspaar    
     
König Königin  
Michael Hegemann Paloma Nielsen  
     
Hofstaat    
Sven Kreinberg Kerstin Dröge Kompanie Rahmede
Jörg Kowalke Martina König  
Christian Treffkorn Jeanette Treffkorn Kompanie Freiheit
Alexander Grass Katja Schneider  
Stefan Herburg Janine Scholz Kompanie Mühlendorf
Frank Rauer Andrea Schauerte  
Sebastian Bergfeld Eva-Maria Steinmann Kompanie Nette
Marko Bischoff Sabrina Thume Kompanie Kelleramt
Michael Merz Claudia Schilling  
     
Preisschützen    
Krone: Oliver Rossbach Kompanie Rahmede
Zepter:
Torsten Erdmann
Kompanie Rahmede
Apfel: Peter Semme Kompanie Freiheit
Rechter Flügel Rainer Rudewig Kompanie Mühlendorf
Linker Flügel Wolfgang Schnapka Kompanie Kelleramt

 

 

  Hauptmann Hans-Jürgen Hesse
  Adjutant Manfred Hücking
  Fähnrich Peter-Wilm Schmidt
  Rendant Ernst Ulrich Wirthsmann
  Schriftführer Stephan C. Hübenthal
     
Ehrenscheffen
Kompanie Rahmede
Ernst Günther Zimmermann
 
 
Kompanie Freiheit
 
Lebrecht Knipping
 
 
Kompanie Mühlendorf
 
Friedrich-Wilhelm Finkernagel
Hermann Gerdes
 
 
Kompanie Kelleramt
 
Heinz Lahrmann
     
Platzmeister: Scheffe
Volker Richter
     
Fahnengruppe:  
Hendrik Bierwirth
Bernd Vogel
Andreas Opitz
     
     
Spieß der Gesellschaft Scheffe Wolfgang Müller
     
     
Scheffen und Zugführer:    
     
     
Kompanie Rahmede
Kompanieführer
Michael vom Hofe
 
 
Scheffen
 
Hans Hermann Erdmann
Herbert Fritz
Michael Hegemann
Frank Henkel
Ernst Wilhelm Hennecke
Thomas Hüttebräucker
Klaus Lienkämper
Reinhard Riechert
Hans Hermann Schilling
Reinhold Scholl
Julius Weißpfennig
 
 
Zugführer
 
Klaus Hesse - Zug I
Jörg Meder - Zug II
Dirk Himmelmann - Zug III
Heiko Schillo - Zug IV
 
 
 
Kompanie Freiheit
Kompanieführer
Klaus Knipping
 
 
Scheffen
 
Friedrich-Wilhelm Beyer
Walter Gäckler
Hartmut Gambalat
Hans-Peter Graß
Ulrich Hücking
Peter Menke
Klaus Neuhaus
Frank Nielsen
Rolf Nielsen
Matthias Rentrop
Hans-Jürgen Ritz
Hans Schültke
Ernst Dieter Weber
Burkhard Wetterau
 
 
Zugführer
 
Klaus Rahmer - Zug I
Thomas Becker - Zug II
Jürgen Henke - Zug III
Achim Hücking - Zug IV
Jochem Kranz - Zug V
 
 
 
Kompanie Mühlendorf
Kompanieführer
Gerhard Heiermann
 
 
Scheffen
 
Wilhelm Beil
Gerd vom Brocke
Jürgen Dörner
Dieter Dresia
Fritz Uwe Finkernagel
Hans Goßmann
Wolfgang Haar
Dieter Haarmann
Friedrich Wilhelm Hahn
Horst Kensmann
Ernst Kinzinger
Eckhard Kittendorf
Peter Krey
Friedhelm Krohmann
Dirk von der Krone
Ernst von der Krone
Horst Schnabel
Friedrich-Wilhelm Schulze
Günter Topmann
 
 
Zugführer
 
Meinolf Schäfer - Zug I
Peter Mayweg - Zug II
Dirk Gerland - Zug III
Ulrich Grabowski - Zug IV
 
 
 
Kompanie Nette
Kompanieführer
Dieter Steinmann
 
 
Scheffen
 
Gerd Eder
Hermann Hammeke
Jochen Hülle
Hermann Lüling
Ernst-Wilhelm Opderbeck
Udo Peters
Hans Rahmer
Hans-Joachim Sakuth
Gunter Schröder
Jan-Dirk Schürmann
Helmut Wunderlich
 
 
Zugführer
 
Jochen Harte - Zug 1
Andreas Olbrich - Zug 2
Andreas Schober - Zug 3
Ralf Schilling - Zug 4
     
Kompanie Kelleramt Kompanieführer Horst Pirags
 
 
Scheffe
 
Hans-Egon Braekler
Franz Erning
Eberhard Erpelding
Prof. Dr. Jürgen Gramke
Christoph Hübenthal
Gustav Hülle
Gerhard John
Paul Lehmkuhl
Hans Jürgen Lindenblatt
Klaus Loettgers
Rainer Merz
Ulrich Moldenhauer
Kurt Rahmer
Rolf Schmidt
Dr. Herbert Schulze
Dieter Steinigeweg
Thomas Steinigeweg
Klaus Winner
 
 
Zugführer
 
Frank Happel - Zug I
Christoph E. Hübenthal - Zug II
Peter Rohe - Zug III
Thomas Hübenthal - Zug IV
Michael Funnemann - Zug V

 

 

Das Weltgeschehen vor dem Schützenfest 2000

1998

In den USA wurde auf einer Webseite das Gerücht verbreitet, US-Präsident Bill Clinton sei in eine Sex-Affäre mit einer Praktikantin verstrickt. Als diese Spekulationen kurze Zeit danach in der „Washington Post“ zu Schlagzeilen wurden, war die sogenannte Lewinsky-Affäre über lange Zeit in den amerikanischen Medien beherrschendes Thema. Ein Amtsenthebungsverfahren für das kommende Jahr wurde angestrebt.  In Deutschland wurde die terroristische Vereinigung RAF, Rote Armee Fraktion, endgültig aufgelöst. Nahmen die Deutschen diesen Akt noch mit Zuspruch hin, so wurde hingegen die am 1. August in Kraft getretene neue Rechtschreibreform unter Vorbehalt hingenommen. Die Notwendigkeit dieser Reform stieß anfangs sogar auf große Ablehnung. Doch gravierender waren die politischen Ereignisse in Deutschland. Am 27. Oktober wurde Gerhard Schröder zum neuen Bundeskanzler gewählt. Damit waren 16 Jahre Helmut-Kohl-Regierung zu Ende. Durch die Niederlage der CDU bei der Bundestagswahl kam es zur ersten rot-grünen Koalition in der Bundesrepublik.
Die Franzosen als Gastgeberland der Fußballweltmeisterschaft hatten Grund zum Jubeln. Sie gewannen den Weltmeistertitel zum ersten Mal durch ein 3:0 gegen den Titelverteidiger Brasilien. Der Finne Mika Häkkinen jubelte gleichfalls, denn er wurde zum ersten Mal Sieger und damit Weltmeister der Formel-1.

1999

Das angestrebte Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsidenten Bill Clinton wegen Meineids in der Lewinsky-Affäre begann am 7. Januar. Wenige Tage später wurde Clinton der Vorwürfe enthoben, denn es kam keine Zweidrittelmehrheit zustande, die für einen Schuldspruch nötig gewesen wäre. Clinton blieb im Amt. Ebenfalls zu Beginn des Jahres bekannte sich der Gründer und Anführer der terroristischen Vereinigung al-Qaida, Osama bin Laden, zu den Bombenanschlägen, die auf die US-Botschaften in Nairobi und Daressalam verübt worden waren. In elf Ländern der Europäischen Union wurde der Euro eingeführt, zunächst als Buchgeld. In Bar bekamen ihn die Menschen erst drei Jahre später in die Hand. Der Umzug der Bundesregierung von Bonn nach Berlin erreichte mit dem Einzug des Bundestages ins Berliner Reichtagsgebäude seinen Höhepunkt. Über Deutschland und Europa, ebenso wie in Westasien war am 11. August eine beeindruckende, totale Sonnenfinsternis zu beobachten, ein Ereignis, das so recht zum Abschlussjahr des Jahrzehnts, des Jahrhunderts und des Jahrtausends passte. Das Millennium war schon im Vorfeld Grund für diverse Zukunftsspekulationen, von denen sich aber beispielsweise der Computerzusammenbruch großen Ausmaßes nicht bewahrheiten sollte. Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg waren deutsche Soldaten im Rahmen eines NATO-Einsatzes an kriegerischen Handlungen beteiligt. Nachdem die Bundeswehr schon einige Jahre im Rahmen von „Friedensmissionen“ der UNO, gemeinsam mit anderen Nationen, die Einhaltung von Verträgen überwacht hat, griffen deutsche Kampfflugzeuge gemeinsam mit NATO-Partnern im März militärische Zielen in Jugoslawien an.

 

2000

Für die CDU war der Beginn des Jahres 2000 kein ruhmreicher. Die im Spätherbst des vergangenen Jahres begonnene Spendenaffäre sorgte noch lange für Schlagzeilen, in dessen Verlauf die Partei ihren Ehrenvorsitzenden Helmut Kohl zum Rücktritt aufforderte. Es waren Spendengelder u.a. von Karlheinz Schreiber, einem Waffenhändler, eingegangen. Die Summe von 1,3 Millionen DM und deren Übergabe auf einem Schweizer Parkplatz warfen immer dunklere Schatten über die CDU. Der Altkanzler Helmut Kohl, der zwar das Vorhandensein illegaler Parteikonten nicht leugnete, weigerte sich jedoch, Namen von Spendern zu nennen. Er würde sein Ehrenwort nicht brechen, gab er als Grund für sein Schweigen an. Der am 24. Januar auf Sendung gegangene Nachrichtensender N24 hätte mit dieser Berichterstattung schon ausgesorgt gehabt. Aber auf der Welt geschahen noch andere Dinge. Zum Beispiel in Skandinavien. Eine Verbindung für Autos und den Eisenbahnverkehr über den Öresund von der dänischen Hauptstadt Kopenhagen ins schwedische Malmö wurde am 1. Juli eingeweiht. Dänemarks Königin Margarethe II. und der Schwedenkönig Carl XVI. Gustaf nahmen die Eröffnungszeremonie des 16 Kilometer langen Tunnels gemeinsam vor.  Aus Moskau kam die Meldung über den Untergang des russischen Atom-U-Bootes K-141- Kursk, das mit Marschflugkörpern bestückt war. Bei dem Unglück kamen alle 118 Soldaten ums Leben. Über die Ursachen wurde die Öffentlichkeit zunächst nur spärlich informiert.

 

Lokalgeschehen zwischen 1998 und 2000

Am Breitenhagen kam es 1998 zu einer Gasverpuffung mit erheblichem Sachschaden. Ein Rohrbruch unter der Nettestraße setzte die Gaststätte Pilling unter Wasser. Die Stadtverwaltung plant den Kernbereich der Nette unter Denkmalschutz zu stellen. Dies scheitert am Protest der Anwohner. Der Radarturm am Großen Drescheid erhielt eine neuere, kleinere Antenne. Der Bürgerbusverein wurde gegründet und beschaffte einen grünen Nostalgiebus. Nach zweitägige Suche mit Rettungshunden, Baggern und Höhenrettungsgruppe wurde die Suche nach einem Vermissten im Steinbruch an der Rahmedestraße eingestellt, da auch niemand vermisst gemeldet worden war. Reinhard Riechert wird vom Rat als Stadtdirektor wiedergewählt und die Parteien bestimmen ihre Kandidaten für die Bürgermeisterwahl 1999. Im Sommer wurde die Richard-Schirmann-Realschule gegründet. Zu deren Gunsten lief die Hauptschule im gleichen Gebäude aus. Auf der Lenneuferstraße wird für 127.000 DM ein 64 cm breiter Radweg aufgemalt. Ein Teil der ehemaligen Firma Borbet in der Brachtenbecke wurde von der Stadt gekauft um dort abzureissen und die Straße zu verbreitern sowie einen Kanal zu verlegen. Im Juni gründet sich "Auf Draht - Freies Theater Altena e.V.". Das Burgmuseum erhält einen Museumsshop und die Gartenanlage rund um die Burg wurde wieder hergerichtet. Erstmalig wurde am Markaner ein Maibaum aufgestellt. Die Firma Friedr. Klincke Söhne musste Konkurs anmelden und die JMRA kündigte ihre Schließung an. In der Rahmede eröffnete eine neugebaute DEA-Tankstelle. Paul Lehmann schloss seine ARAL-Tankstelle an der Bahnhofstraße. Nejib Dahmann kaufte die Gaststätte "Zur Uhle", renovierte sie von Grund auf und feierte im April Eröffnung. Das Juweliergeschäft Betzler produziert Schmuck aus Drahtringen und stellt diesen erstmals auf der Drahtmesse "wire" in Düsseldorf vor. Der Allkauf-Markt im Bungernzentrum wird zum Real-Markt. Die Geschäftsführer der Fa. Claas, Holger und Dirk Falz, übernahmen 1995 die Firma Klincke in der Rahmede vom verstorbenen Dirk Welsholz. In diesem Jahr investierten sie rund 4 Mio. DM in die Firma. Eine Halle wurde aufgestockt und eine neue Haubenglühanlage errichtet. Die Kesselfabrik Pilling verlegt einen Firmenteil in das ostfriesische Emden. Krupp VDM hingegen kündigt an, sie werden in den kommenden Monaten 6,5 Mio DM in den Standort Altena investieren. Vom Hofe-Drahtwerke kauft einen wichtigen Kunden auf und zählt jetzt sieben Firmen in der Gruppe. 

 

1999 begann die umfangreiche Sanierung des Amtsgerichts Altena, die 2004 abgeschlossen werden konnte. Vor der Jahresdienstbesprechung der Feuerwehr kam es zu einem Wohnungsbrand in der Nette. Darüber hinaus kam es 1999 zu einem Brand in der Jugendbegegnungsstätte Dahle und in einer Dachgeschosswohnung an der Rahmedestraße. Glimpflicher verlief die Evakuierung des Fritz-Berg-Hauses wegen einer Bombenattrappe. Bei einem Verkehrsunfall in der Rahmedestraße geriet ein Fahrzeug ins Schleudern und erfasste zwei Arbeiter des Märkischen Stahldrahtwerks, die an einer Laderampe standen. Ein Mann kam dabei ums Leben. Im Juni starb ein Motorradfahrer bei einem Unfall auf der B236 am Winkelsen. Im März wurde eine Frau mit einem tödlichen Kopfschuss in ihrer Wohnung Im Muckebeutel gefunden. Der Mordfall konnte erst 2010 aufgeklärt werden. Auf Burg Altena feiert das Jugendherbergswerk den 125. Geburtstag von Richard Schirrmann und eröffnet seine Dependance in einer Jugendstilvilla an der Fritz-Thomee-Straße. Der Bürgerbusverein (gegr. 1998) beschafft seinen ersten Bus. Dabei handelt es sich um einen Mercedes Sprinter mit Erdgasantrieb im Nostalgie-Look. Die Bevölkerung wird bei der Europawahl sowie der Kreistags- und Kommunalwahl an die Urne gebeten. Dabei wird in NRW erstmals ein hauptamtlicher Bürgermeister gewählt, der auch die Aufgaben des bisherigen Stadtdirektors wahrnimmt. In Altena kann sich Andreas Hollstein (CDU) gegen Dieter Tischhäuser (SPD) und Oliver Held (Grüne) durchsetzen. Die SPD gab ihre absolute Mehrheit im Stadtrat nach über 30 Jahren ab. Ordnungsamtsleiter Wolfgang Ising verlässt die Stadt und wird Beigeordneter in Plettenberg. Stadtdirektor Reinhard Riechert nimmt seine Arbeit als Rechtanwalt auf und Altbürgermeister Günter Topmann sein Mandat im EU-Parlament wahr. Die Stadt Altena präsentiert sich erstmal mit einer Homepage im Internet. Die ehemalige Gaststätte Pleuger wurde bereits 1998 abgerissen um ein Regenrückhaltebecken zu bauen. Bei Probebohrungen werden Schadstoffe in dem ehemaligen Sammelteich gefunden, so dass die Baukosten von 1 Mio DM auf 3 Mio DM steigen. Die Fritz-Thomee-Straße wird hergerichtet. In den beiden Freibädern werden falsche Filter installiert, so dass das Wasser zur Säure wird. Mitten in der Hauptsaison müssen beide Bäder daher für mehrere Tage schließen. Die Kulturbeauftragte der Stadt Altena, Frau Ulla Rinke, geht in den Ruhestand. Ihr Nachfolge ist zunächst nicht geklärt. Das Drahtmuseum wird mit einer Konzeptänderung neueröffnet und am Beginn der Fritz-Thomee-Straße ein überdimensionales Zieheisen aufgestellt. Die evangelische Kirche läutet ihren Sparkurs ein. Melanchtonkirche am Tiergarten, Paul-Gerhard-Kirche am Breitenhagen und das Gemeindezentrum am Drescheider Berg sollen geschlossen werden. Der Kindergarten „An den Kiefern“ am Breitenhagen wird ebenfalls geschlossen. Wirt Franz Georg Brillert feiert das 125jährige Bestehen seiner Gaststätte „Haus Pilling“. Die katholische St. Matthäus-Gemeinde feiert das 100jährige Bestehen der Kirche und die Firma MN Märkische Nieten ihr 100jähriges Firmenjubiläum. Der Evingser Trommlercorps besteht seit 80 Jahren und der italiensche Familienverein seit 25 Jahren. Im St. Vinzenz-Krankenhaus wird die Pflegstation eröffnet und mit der Verabschiedung von Schwester Agnes in den Ruhestand endet eine Ära: Die Pflegedienstleitung liegt seit 115 Jahren nun nicht mehr in den Händen einer Ordensfrau. Die katholische Kirche verkauft die Winter`sche Villa neben der Kirche an die Altenaer Baugesellschaft. Die renoviert das Haus und vermietet es an die GWS. Die JMRA „Rump & Prym“ verlässt seinen Standort in der Rahmede und produziert in Mexiko. Elektro Orth erwirbt ein ehemaliges JMRA-Lager an der Rahmedestraße 22-24 und verlegt seinen Firmensitz dorthin. An der Werdohler Straße wird der Lidl-Markt eröffnet. Allkauf schließt seine Filiale in der Kirchstraße, so dass es keinen Supermarkt mehr in der Innenstadt gibt, die „Alte Apotheke“ in der Lennestraße 80 schließt und die Bahn schließt das Bahnhofsgebäude. Die Firma Hübenthal baut in Evingsen ein modernes Hochregallager für 2,7 Mio DM mit vier Löschwassertanks, die 450.000 Liter Löschwasser speichern. Die Firma Stahlrump „Arnold Rump J.H. Sohn“ verkündet, dass sie bis 2004 komplett nach Iserlohn ziehen wird, da in Altena keine Chancen auf Expansion bestehen. Arnold Rump scheidet aus der Geschäftsführung aus. Rettungshunde der Johanniter-Unfall-Hilfe aus Altena helfen nach einem Erdbeben in der Türkei.

 

Zum Jahreswechsel 2000 stehen Feuerwehr, Polizei, Rotes Kreuz, Johanniter Unfallhilfe, die Stadtwerke etc. in Alarmbereitschaft doch der Start ins neue Jahrtausend verläuft völlig undramatisch und das befürchtete „Millenium Bug“ blieb aus. Nach dem Zusammenstoß mit einem Reh erleidet ein Motorradfahrer einen Herzinfarkt und verstirbt. Ein weiterer tödlicher Motorradunfall ereignete sich in Evingsen als der Fahrer beim Überholen frontal in den Gegenverkehr gerät. An der Bahnhofstraße kommt ein 4jähriges Mädchen bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Insgesamt gibt es im Jahr 2000 drei Überfälle auf Geldinstitute in Altena. Der Pavillion der Pestalozzi-Schule brennt ab. Ein 25-jähriger Vater tötet sein 5 Monate altes Baby. Bei der Firma J.D. Geck ereignete sich ein Giftunfall mit einem Verletzten als versehentlich zwei Chemikalien vermischt wurden und sich Chlorgas bildete. Bei der Firma Pilling bricht ein 14jähriges Mädchen durch das 15m hohe Hallendach und zieht sich schwere innere Verletzungen zu - zum Glück befand sie sich zufällig direkt über dem Kran, der ihren Fall nach sechs Metern bremste. Die Bebauung des Höllensteiner Wegs, die Gründung des Bürgerbüros am Markaner und die Schließung des Linscheid-Freibad werden beschlossen. Die neugestaltete Fritz-Thomee-Straße und die Burg Altena mit neuem Ausstellungskonzept werden feierlich eröffnet. Die Firma Praedata zieht von der Werdohler Straße nach Nachrodt, die freien Räumlichkeite werden von der Caritas bezogen. Am Markaner wird der erste Drahtbaum und an den Ortseingängen Willkommensschilder aufgestellt. Die Idee der Drahtbaumallee stammt von Andrea Novocin. Am Lenneufer werden im Sommer zum ersten Mal die Blumenkästen mit Geranien aufgehangen. Bei der AlWeWo findet der erste Zögerlauf statt und es wird ein Renault Clio verlost. Die „Heckingsrolle“ in Evingsen wird von der Besitzerfamilie Kaiser und Burgwirt Andreas Poth zur Gaststätte umgebaut. Der Wochenmarkt zieht in die Kirchstraße und das lohnt sich. Ulla Rinke lädt zur ersten Stadtführung ein. In den Werkshallen von VDM findet die Kunstcollage „Quo vadis“ vor 700 Zuschauern statt. Sprayer von Sirius bringen Farbe auf die Fabrikhalle an der Hagener Straße. Die „Freunde der Burg Altena“ bestehen seit 125 Jahren. Der Karnevalsverein „Dat sin se“ und der Spielmannszug Altena-Rahmede feiern ihr 50. Jubiläum. Das Bürgerzentrum und der DRK-Kindergarten Nettenscheid feiern das 10-jährige Bestehen. Die Firma Friedrich-Wilhelm-Mayweg muss einen Insolvenzantrag stellen, produziert aber zunächst weiter und wird später zur Prinz-Mayweg-Gruppe fusionieren. Die Dresdner Bank schließt ihre Filiale in der Lennestraße.

 

 

Musik 2000

1998: Céline Dion: My Heart Will Go On / Die Ärzte: Ein Schwein namens Männer / Loona: Bailando

1999: Lou Bega: Mambo No. 5 (A Little Bit Of...) / Eiffel 65: Blue (Da Ba Dee)

2000: Stefan Raab & Truck Stop: Maschen-Draht-Zaun / Anton feat. DJ Ötzi: Anton aus Tirol

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Daten / Fakten aus der Festordnung und den Altenaer Zeitungen zum Schützenfest 2000:

 

 

  • Die Kompanie Rahmede trifft sich 1998 zu einer Wanderung vom Breitenhagen zum Ardey

  • Ein Frühlingsfest feiert die Kompanie Nette 1998 im Haus Lennestein

  • Der Zug Lennestraße veranstaltete 1998 ein Straßenfest in der unteren Innenstadt

  • Im September 1998 führt die Kompanie Rahmede ein Herbstfest auf dem Hof der Firma Hesse durch

  • Die Kompanie Mühlendorf feiert 1998 ein Stadtteilfest auf dem Schulhof der Mühlendorfschule

  • Eckhard Kittendorf, Schützenkönig von 1973, erhält nach 25 Jahren seinen Adlertorso zurück. Dieser war kurz nach seinem Königsschuß entführt worden

  • Die Fassade vom Bungernhaus wird 1998 aufwendig saniert

  • 1999 feiert die Kompanie Rahmede ihr Kompaniefest mit 220 Besuchern im Lennestein

  • Der Vorstand der Kompanie Mühlendorf trifft sich 1999 zu kegeln. Die Veranstaltung hat Tradition seit 1984

  • Für den Maibaum am Markaner entwirft Lebrecht Knipping 1999 eine Tafel der FWG

  • Das Bungernfest findet zum zweiten Mal statt und wird offizieller Nachfolger der Schützenkonzerte

  • Beim Bungernfest 1999 spielt neben dem Altenaer Blasorchester und dem Jugendblasorchester Versetal auch die Band „Look“

  • Während des Bungernfestes bietet das Kreisarchiv eine Ausstellung im Bungernhaus mit historischen Dokumenten der FWG an

  • Beim Bungernfest pflanzt Königin Christel Gambalat gemeinsam mit sechs ehemaligen Königinnen einen Rosenbusch vor dem Bungernhaus

  • 300 Gäste begrüßt die Kompanie Freiheit bei ihrem Kompaniefest 1999

  • 1999 spendet die FWG 15.000 DM für Erlebnisstationen im Drahtmuseum

  • Die Kompanie Nette veranstaltete 1999 ein Stadtteilfest auf dem Nettenscheid

  • Die Kompanie Kelleramt trifft sich 1999 zu einem Vergleichsschießen am Lohsiepen und feiert anschließend in der Gaststätte „Zur Uhle“

  • Die Schützenfahne von 1912 muss ab 1999 mit einer Folie geschützt werden

  • Die Kompanie Mühlendorf richtet 1999 ein Vergleichsschießen gemeinsam mit dem BSV Kersbern im Lohsiepen aus

  • Bei der Vorstandssitzung 1999 werden die neuen Zugführer und Scheffen vorgestellt, u.a. Altbürgermeister Topmann und der ehemalige Stadtdirektor Riechert

  • Die Kompanie Rahmede richtet 1999 zum zweiten Mal ein Mau-Mau-Turnier aus

  • Im November 1999 feiert die Kompanie Mühlendorf ihr Kompaniefest mit 250 Gästen im Haus Lennestein und bauen dazu u.a. einen Weihnachtsmarkt auf

  • Zum Schützenfest 2000 gestalten Ralf und Ulrich Weispfennig die erste Internetseite für die FWG. Sie wird auf dem Server der Stadt Altena abgelegt

  • Am 01. April 2000 feierte die Kompanie Rahmede ihr 50jähriges Bestehen

  • Für das Jubiläum erstellt Hans-Hermann Erdmann mit Unterstützung von Hans-Hermann Schilling eine Jubiläumsbroschüre

  • Das goldfarbene Festabzeichen mit der silbernen Drahtrolle aus dem Jahr 2000 ist besonders begehrt. Es wurde in einer Auflage von 2500 Stück, teils in Handarbeit, hergestellt. Entworfen und teilfinanziert wurde es von Scheffe Lebrecht Knipping

  • Beim Adlergeleit durch die Kompanie Rahmede herrscht eine große Hitze über Altena

  • Der Stapelzug trifft sich zum Grünbinden bei Spieß Willi Lengelsen in der Freiheitstraße. Für Musik sorgt der Spielmannszug des Lüdenscheider Bürgerschützenvereins

  • Der Zug Totschlag kommt zum Grünbinden in der Mückenburg bei Familie Klincke zusammen. Hier musiziert der Spielmannszug der Feuerwehr Altena

  • Im Garten von Familie Balkenhol in der Freiheitstraße bindet der Zug Muckebeutel seine Girlanden

  • Die Besatzung des Frettchens reist mit 25 Männern zum Schützenfest 2000 an

  • 284 Jubilare werden im Jahr 2000 geehrt

  • Die Kompanie Freiheit hat beim Schützenfest 617 Mitglieder, gefolgt von Mühlendorf (540) und Rahmede (495 Mitglieder). Das Kelleramt hat 355 Schützen und die Nette 322 Mitglieder

  • Der Schützenvogel wird nach dem Adlergeleit im Kaufhaus Böhrer ausgestellt

  • Die letzte Vorstandssitzung vor dem Schützenfest findet bei der Jubiläums-Kompanie Rahmede im Haus Lennestein statt

  • Bei der Auftaktveranstaltung des Vorstandes mit Frauen, eine Woche vor dem Schützenfest, referierte der ehemalige Landrat Walter Hostert

  • Das Festzelt hat eine Fläche von 3000qm und fasst damit 7000 Personen an 3000 Bierzeltgarnituren

  • Das Zelt wird von 15 Männern mit drei Kranwagen errichtet

  • 11000 Gläser können im Festzelt an 7 Biertheken mit 22 Zapfstellen gefüllt werden

  • Ein Glas Bier kostet 2,- DM

  • Hinter den Theken arbeiten in Spitzenzeiten 40 Leute, dazu kommen bis zu 80 Kellner/innen

  • Schausteller August Schneider wird von Hauptmann Jürgen Hesse geehrt: Er beschickt seit 40 Jahren die Kirmes zum Schützenfest

  • Der Zug Muckebeutel führt in diesem Jahr bei den Umzügen am Freitag eine Badewanne auf Rädern mit sich. Darin sitzt Spieß Bernd Mitschke, der nach einem Arbeitsunfall nicht marschieren konnte

  • Der Zug Lennestein erwirbt auf der Kirmes ein 1,5 Meter großes Moorhuhn-Plüschtier und führt es als Maskottchen mit sich

  • Michael Hegemann schießt den Adler um 14:44 Uhr mit dem 1817. Schuss

  • Bei der Proklamation verspricht sich Hauptmann Jürgen Hesse zur Freude der Schützen: Paloma Nielsen sei „Ehefrau von zwei Kindern“

  • Zwei Stunden sind Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und DRK beschäftigt um einen gestürzten Schützen aus einem Steilhang Am Roten Berge zu bergen

  • In der Woche vor dem Schützenfest herrscht große Hitze über Altena. Am Donnerstag hält sich das Wetter dagegen trotz dunkler Wolken, doch am Freitagmorgen öffnete der Himmel seine Schleusen, so dass sich viele Schützen vor dem Schießen noch einmal umziehen müssen. Auch beim Großen Festumzug bleibt es zunächst trocken, doch als der Hofstaat auf der Knippingschen Treppe Aufstellung nimmt, kommt ein Platzregen herunter, der pünktlich mit der Parade endet

  • Beim Großen Festumzug hatte sich Heinz Liebergesell als Pott-Jost verkleidet

  • Bei den Partys sammelte sich Scwitzwasser unter der Zeltplane und tropfte von dort herunter

  • 450 Senioren besuchen das Kaffeetrinken am Sonntag

  • Schausteller August Schneider erhielt als Dankschön ein Modell seines Autoscooters

  • Nach dem Fest waren sich alle einig: Das Größte was Altena jemals erlebt hat!

  • Nach dem Schützenfest stellte die FWG ihre erste Internetpräsenz vor. Sie wurde massgeblich von Ulrich Weispfennig gestaltet und war auf einer Unterseite der Domain www.altena.de zu finden.

  • Die ehemaligen Königinnen trafen sich nach dem Schützenfest zum Essen und um nach dem gepflanzten Rosenstrauch aus dem Jahr 2000 zu schauen

 

Im Nachgang zum Schützenfest 2000 ist aus dem Jahr 2001 folgendes zu berichten:

  • Der Vorstand der Kompanie Mühlendorf traf sich zum Kegeln im Lennestein

  • Die Kompanie Mühlendorf veranstaltete das dritte Stadtteilfest auf dem Schulhof

  • Der Zug Totschlag traf sich zum Vergleichsschießen im Lohsiepen

  • Bei der Generalversammlung wurde der Vorstand einstimmig wiedergewählt

  • Mit Einführung des Euros sank der Mitgliederbeitrag durch Abrundung geringfügig

  • Die Kompanie Freiheit feierte ein Frühlingsfest im Haus Lennestein

  • Der Hofstaat von 1991 traf sich mit ihrem Königspaar im Haus Mayweg zur Jubiläumsfeier; im Sommer gab´s ein weiteres Fest am Haus des Königs

  • Stapelzug und Lindenzug trafen sich zum Vergleichsschießen am Lohsiepen

  • 100 Schützen der Kompanie Rahmede trafen sich zum Vergleichsschießen am Lohsiepen

 

 

Hier finden Sie die Fotos vom Schützenfest 2000

 

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Autor: Christian Klimpel / 2016; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

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