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Schützenlexikon

Behördenviertel

Innerhalb der FWG ist das Behördenviertel die Heimat der Kompanie Kelleramt – Zug III.

Als Behördenviertel bezeichnen die Altenaer die Siedlung gegenüber der Burg Altena, die sich zwischen Lüdenscheider Straße und der Bergspitze des Tiergarten erstreckt. Es handelt sich um keine offizielle Ortsbezeichnung sondern um einen Begriff aus dem allgemeinen Sprachgebrauch. Hier befinden sich die Gerichtsstraße, Bismarckstraße, Freiherr-vom-Stein-Straße und die Hardenbergstraße.

 

Öffentliche Verwaltung

Die Siedlung bezeichnet man als Behördenviertel, weil hier um das Jahr 1900 zahlreiche Verwaltungsgebäude errichtet wurden. Neben dem Kreishaus mit zahlreichen Nebengebäuden und dem Rathaus haben oder hatten auch das Amtsgericht, die Polizei, das Rote Kreuz und andere öffentliche Institutionen ihren Sitz im Behördenviertel. Für die leitenden Beamten und Fabrikanten entstanden in unmittelbarer Nachbarschaft repräsentative Wohngebäude und Villen.

 

Schulen

Im Frühjahr 1902 wurde mit dem Neubau eines Schulgebäudes an der Bismarckstraße begonnen, der am 31. Oktober 1903 eingeweiht wurde. Zuvor wurde der Unterricht in der Freiheit erteilt. Im Jahre 1905 erhielt die neue Schule die ministerielle Anerkennung als Realgymnasium und im gleichen Jahr nahmen die ersten Schüler ihre Abiturzeugnisse entgegen. 1938 wurde aus dem neunstufigen Gymnasium die achtstufige „Oberschule für Jungen". Arbeits- und Wehrdienst erhielten den Vorrang. Im Frühjahr 1945 kam der Unterrichtsbetrieb vollständig zum Erliegen. Aufgenommen wurde er erst wieder am 18. Januar 1946 im Städtischen Neusprachlichen Gymnasium für Jungen.

Für Mädchen gab es ebenfalls Schulen, die 1866 in der Höheren Töchterschule Freiheit aufgingen.

Der Rat der Stadt Altena beschloss im Schuljahr 1971/72 die Zusammenlegung des Mädchen- und des Jungengymnasiums. Dies geschah aus der Notwendigkeit für das Mädchengymnasium die erforderlichen Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen und die Schulsituation in Altena zu vereinfachen. Die Möglichkeiten für einen Erweiterungsbau bestand nur an der Bismarckstraße. Für sieben Millionen Mark wurde der Altbau erweitert. Im Herbst 1978 wurde der endgültige Umzug durchgeführt. Das Gymnasium trug ab nun den Namen „Burggymnasium Altena".

(Quelle: www.bg-altena.de )

 

In den 60iger Jahren wurde eine Villa an der Bismarckstraße abgerissen. An ihrer Stelle entstand das Gebäude der „Beruflichen Schulen Lennetal“, später „Eugen-Schmalbach-Berufskolleg“. Im Jahr 2013 musste die Aula wegen Baumängeln abgerissen werden. Im Jahr 2017 wird die Schule geschlossen. An ihrer Stelle wird die Medienstelle der Kreisverwaltung in das Gebäude umziehen.

 

Religion

Die Neuapostolische Gemeinde (in Altena seit 1891) feiert ihre Gottesdienste seit 1984 in einer Kirche im Behördenviertel.

Ferner gibt es die Mevlana Moschee der DITIB. Sie ist im ehemaligen "Sommerlokal" oder Clubhaus der Altenaer Casinogesellschaft an der Lüdenscheider Straße 28 untergekommen. Unter dem Haus, das 1880 errichtet wurde, besteht ein geräumiger Felsenkeller. Seit 2005 steht es in der Denkmalschutzliste der Stadt Altena. Das Haus bzw. die Ortslage wurde früher als „Abegunst“ bezeichnet. Gegenüber am Burgberg liegt ein Haus mit dem Namen "Mißgunst" (ehem. Stromberg'scher Besitz), was im alten Sprachgebrauch einen Weg auswies, der nicht öffentlich benutzt werden durfte.

Quelle: www.klimpelsjunge.jimdo.de

 

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Autor: Christian Klimpel / 2016; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

Fotos 1+3: Postkartenmotive

Foto 2: Klimpel / 2011