Noch 254 Tage bis zum Schützenfest!

Schützenlexikon

Birkenschlagen

Einige Tage vor dem Schützenfest wird die Stadt geschmückt. Das Schmücken folgt bestimmten Ritualen und Traditionen, die innerhalb der Kompanien und Züge geringfügig voneinander abweichen.

Gemeinsames Ziel aller Schützen und KränzebinderInnen aus jeder Kompanie und jedem Zug ist es dabei, ihren Stadtteil, die Treffpunkte und die Marschwege der Schützen sowie die Häuser ihrer Scheffen, Kompanieführer und Zugführer festlich zu schmücken.

Dazu werden Fahnen und Wimpel aufgehängt sowie Birkenäste links und rechts der Straßen aufgestellt. Das Schmücken der Stadtteile nimmt meist mehrere Tage in Anspruch.

 

Das Birkengrün wird - nach Rücksprache der jeweiligen Eigentümern und Förstern - in dem heimischen Wälder geschlagen, mit Fahrzeugen in die Stadt transportiert und dann als Straßenschmuck aufgestellt.

 

Auch das Birkenschlagen wird in vielen Zügen regelrecht mit einer Brotzeit, Wettbewerben und Ähnlichem zelebriert. So wird z.B. in der Kompanie Rahmede der "Birkenkönig" ermittelt. Den Titel erhält der Schütze, der eine Birke am weitesten Werfen kann.

Außer Birken werden auch Tannen für Ehrenpforten geschlagen.

 

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Autor: Christian Klimpel / 2016; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

Foto: Ein Schütze aus der Kompanie Nette