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Schützenlexikon

Bungern

Früher der zum Schloss gehörende Baumgarten im heutigen Bereich Bungernstraße / Marktstraße / Stapel-Center.

Quelle: Gerd Klimpel; www.klimpelsjunge.jimdo.de; 2014

 

Im Jahr 1791 wurde durch König Friedrich-Wilhelm II ausdrücklich bestätigt:
"Der Platz ist seit jeher unveräußerliches Eigentum der Schützengesellschaft."

 

Drei wichtige Elemente ziehen sich wie rote Fäden durch die Geschichte der FWG: St. Jost (auch Pott Jost) genannt, das Schützenkapital und der Bungern (früher Bungarten), der Eigentum der FWG ist. Dabei handelt es sich um einen Platz, der sich in zentraler Lage in Altena befindet und der den Schützen früher als Festplatz, heutzutage als Versammlungsplatz dient.

Quelle: Nadine Hampel; Das Schützenfest als kultureller Sonderfall; 2010

 

 

 

 

Durch den Stadtumbau musste der Bungern 1976 um einige Meter verlegt werden. Das Gelände des historischen Bungern ist seitdem mit einem Einkaufszentrum bebaut.

 

 

 

 

 

 

 

Der Bungern befindet sich seitdem im ehemaligen Schröderschen Garten zwischen der Lenne und der Bungernstraße. Innerhalb der FWG liegt er im Hoheitsbereich des zweiten Zuges (Stapelzug) der Kompanie Freiheit.

 

In der ältesten überlieferten Schützenordnung aus dem Jahre 1429 ist bezüglich des Bungern folgendes festgelegt worden:

- Viertens pflegt man zu Mittwoch vor Pfingsten den Vogel zu schießen, und wer den Vogel abschießt, muss in dem Bungern ein halbes Fass Bier geben und Sankt Jost gibt auch ein halbes Fass Bier und die Bürgermeister ein halbes Fass Bier.

- Achtens sollen Habbecke und Adolf Bergfeld die Fahne instand halten, dafür, dass sie den Ausgang in den Bungern nehmen dürfen, den sie im Notfall gebrauchen sollen. Ebenso soll Rentmeister Simeon von Diest die Bänke unter der Linde instand halten, dafür dass er seinen Ausgang in den Bungern hat, den er nicht gebrauchen soll außer im Notfall.

- Neuntens haben die Schützen zugestimmt, dass Bürgermeister Peter Habbecke den Backofen in den Bungern gesetzt hat, damit er darin backen soll für die Armen und wenn Brot nötig ist; falls das nicht so geschieht, soll der Ofen wieder eingeschlagen werden.

- Weiterhin soll auch niemand Holz (Bäume) oder anderes in den Bungern pflanzen (oder legen ohne besondere Erlaubnis). Der Bungern aber soll jährlich von den Scheffen und Schatzmeistern an den meistbietenden Schützen verpachtet werden.

 

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Autor: Christian Klimpel / 2016; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

Foto 1: Postkartenmotiv / Foto 2+4: Stapelzug / Foto 3: Christian Klimpel