Noch 1080 Tage bis zum Schützenfest!

Schützenlexikon

Diadem


Übersicht

1. Allgemein

2. Heute in Altena

3. Geschichte

  • 3.1. Erstes Diadem
  • 3.2. Zweites Diadem
  • 3.3. Drittes Diadem

zu 1.: Allgemein

Ein Diadem (von griech. diadema „Stirnbinde“) diente in der Antike als schmale Stirnbinde zum Zusammenhalten der Haare (Kopfbinden). Aus der Stirnbinde, die nach einem Sieg getragen wurde, entwickelte sich der Lorbeerkranz, der später aus Metall angefertigt war. Die ursprüngliche textile Gestalt der Diadembänder hat sich in der Mitra und Tiara der geistlichen Würdenträger erhalten.

Quelle: www.wikipedia.de


zu 2.: Heute in Altena

Die Königin der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft trägt keine Krone sondern ein Diadem.

Heute verfügt die FWG über drei verschiedene Diademe. Der Königin ist es freigestellt, welches Diadem sie bei öffentlichen Anlässen tragen möchte.


zu 3.: Geschichte

Im Jahr 1869 erwählte sich der König zum ersten Mal eine Königin. Als Zeichen ihrer Würde trug sie zunächst nur eine Schärpe. In den Jahren 1897, 1965 und 2015 wurden der FWG wertvolle Diademe gestiftet.


zu 3.1.: Das erste Diadem

1897 stiftete König Albert Klinke der Gesellschaft ein Diadem, welches die jeweilige Königin tragen soll.


zu 3.2.: Das zweite Diadem

Königin Gisela vom Hagen trug 1965 erstmals das von ihrem Vater, Ehrenscheffe Wilhelm vom Hagen, gestiftete Diadem. Es wurde von Peter Schneider aus Iserlohn gefertigt und besteht aus Gold, das Silber mit Edelsteinen verziert wurde. Es trägt zudem den Schriftzug "FR. WILH. GES. ALTENA i.W. 1965".


zu 3.3.: Das dritte Diadem

Im November 2016 stiftete die Altenaer Juwelierin Ulrike Betzler-Hüttemeister ein drittes Diadem. Es wurde zum ersten Mal von Königin Katja Grabowski getragen.

Das Altenaer Kreisblatt beschrieb das neue Diadem 2016 wie folgt: Ein grüner Turmalin-Edelstein, darüber eine goldene, fünfzackige Königskrone. Sie trägt fünf zarte Perlen. Auf geschwungenen Silberdraht-Bögen sitzen fünf weitere blitzende, helle Schmucksteine. „Draht gehört zu Altena“, sagt Norman Frick aus dem Hause Juwelier Betzler-Hüttemeister.

Er hat alles auf einen Ring aus massiv-silbernem Kordeldraht gestellt. Das Ergebnis: das neue Königinnen-Diadem der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft (FWG). Mehr als 80 Arbeitsstunden hat der Goldschmiedemeister dafür aufgebracht, assistiert von seinem Kollegen Walter Kraus.

„Keine Sorge, das ganze Diadem wiegt gerade einmal 130 Gramm“, sagte Ulrike Betzler-Hüttemeister. Sie legte Wert darauf, dass der Altena-Schriftzug, so wie ihn die Schützen im Namen führen und wie er unter anderem vor ihrem Haus am Bungern im Torbogen zu finden ist, ebenfalls auf dem Diadem eingearbeitet wurde.

Besonders die halbrund geschwungenen Bögen und eben die hellen Schmucksteine, die blitzen und blinken, je nachdem wie das Licht auf sie fällt, machen das neue Diadem zu einem federleicht daher kommenden Schmuckstück.

Norman Frick und sein Kollege orientierten sich bei ihrer Arbeit an den Vorgaben der Gesellschaft. Gleichwohl war ihnen wichtig, „etwas zu erarbeiten, was optisch nicht zu aufdringlich rüber kommt und einer Frau gut zu Gesicht steht.“


Autor: Christian Klimpel / 2018; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

Fotos aus dem Buch "Altena und seine Schützen" von Wilhelm Simons und von Johannes Bonnekoh / AK