Noch 250 Tage bis zum Schützenfest!

Schützenlexikon

Eichenstock

Bereits von 1837 ist überliefert, dass die Schützen ihr Gewehr beim Marschieren mit einem Eichenzweig schmückten. Der Brauch des Eichenstocks aber besteht seit der Nachkriegszeit des Zweiten Weltkriegs:

 

Da für gewöhnlich beim Marschieren das Gewehr getragen wurde, nun aber Gewehre außer am Schießstand nicht gern gesehen waren, wurde ein sehr symbolischer Brauch entwickelt:

 

Die Schützen tragen beim Marschieren nun einen Eichenstock über der Schulter, gehalten wie ein Gewehr. Auf dem Weg zum Schießstand wird dieser in die Lenne geworfen, zum Zeichen, dass Krieg und Waffengewalt abgelehnt werden. (…) Hier findet sich also ein Symbol, das sich durch das gesamte Fest zieht (…) zur Demonstration des Friedens.

Quelle: Nadine Hampel; Das Schützenfest als kultureller Sonderfall; 2010

 

Weitere Ableitung des Brauchs

Den Eichenlaubstab findet man aber auch schon im Jahre 1788 beim Besuch von Kronprinz Friedrich-Wilhelm II in Altena:

An den Wegen von der Brachtenbecke bis zum Hünengraben standen 60 Uniformierte mit Marschallstab in der Hand, der oben mit Eichenlaub umwunden und mit einem roten Bande geziert war.

 

Die Kinder

In vielen Zügen werden die Eichenstäbe heute am ersten Festtag von Kindern gebastelt und an die Schützen verkauft. Die Kinder sammeln sich so etwas Geld für die Kirmes zusammen.

 

Apropos Eiche:

Unsere Preisschützen werden mit einem Kranz aus Eichenlaub geschmückt... siehe Preisschützen

 

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Autor: Christian Klimpel / 2016; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

Foto 1: Pierre; Ein Schütze aus der Kompanie Rahmede / 2012

Foto 2: Björn Braun www.lokalstimme.de / 2015