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Schützenlexikon

Hünengraben

Hünengraben ist ein Stadtteil von Altena. Innerhalb der FWG gehört der Hünengraben zum Zug 2 der Kompanie Kelleramt. Die Lenne fließt in einer Schleife zwischen Wixberg und Tiergarten um den Hünengraben herum.

 

In dem Buch "Altena - Anekdoten und alte Bilder aus Stadt und Land" von Richard Althaus aus dem Jahre 1979 ist folgendes über den Hünengraben zu lesen:

Der Hünengraben in Altena "Eine Fabriqueanlage von Johann Casper Rumpe auf der Felsenhalbinsel". Die Anlage bestand aus je einer Schleif- und Schauermühle für Nähnadeln, Raffinierhammer, Eisenblechhammer, Fingerhutsmühle, Gießhäuser, Fabrikantenwohnungen, Faktorei und dem Belvedere mit englischem Garten und Springbrunnen. Das Wasser dazu wurde durch Druckpumpen 300 Fuß hochgedrückt, der Springbrunnen sprang auch noch 60 Fuß hoch. Zwei durch Felsen gesprengte Hauptkanäle lieferten das Wasser der Lenne für die Wasserräder bzw. Turbinen. Neben diesen Anlagen gab es dann noch etliche Nebengebäude und die notwendigen Remisen für den Fuhrpark.

 

Diese Anlage imponierte auch dem preußischen König (Friedrich-Wilhelm II.) bei seinem Besuch in Altena 1788. Vollendet wurde das Werk 1790.

 

 

Aus der Altenaer Sagenwelt ist folgende Geschichte überliefert:

Es war zu der Zeit, als noch Riesen das Lennetal bewohnten, da lebte einer von ganz ungewöhnlicher Größe in der Nähe von Altena.

Er war so groß, dass er den einen Fuß auf den Tiergarten, den anderen auf den gegenüberliegenden Wixberg setzte, um sich dann zu bücken und sich in der Lenne zu waschen.

An diesem Ort hielt er sich gerne auf, und als er gestorben war, begruben ihn seine Freunde am Fuße des Tiergartens.
Durch das Grab wurde aber die Lenne aus ihrem Bett gedrängt und musste ihren neuen Lauf um das Grab herum nehmen.

Daher hat heute noch der gegen den Wixberg vorspringende Bergrücken den Namen „Hünengrab“. In der heutigen Sprachweise ist daraus das gebräuchliche Wort „Hünengraben“ geworden.

Quelle: Gerd Klimpel; http://www.klimpelsjunge.jimdo.com/ 2014

 

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Autor: Christian Klimpel / 2016; Mailto: christian.klimpel@gmx.de