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Schützenlexikon

Kleinod

Kleinod ist ein altes deutsches Wort für ein Schmuckstück. Heute wird es überwiegend im übertragenen Sinne für eine (nicht nur gegenständliche) Kostbarkeit benutzt.

Die mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bedeutungsvarianten sind im Grimmschen Wörterbuch in aller Ausführlichkeit zusammengetragen worden. Aus dieser Vielfalt sind hier nur die häufigsten der früheren Bedeutungen genannt: Zu ihnen gehört natürlich auch und in erster Linie Schmuckstück, vor allem, wenn es als Einzelstück zeichenhaften Charakter hatte. Aber auch eine Insignie, ein Reliquiar, sogar ein Trinkgefäß oder Geschirr konnte so bezeichnet werden, vorausgesetzt, es bestand aus wertvollem Material (Edelmetall, Juwelen, Email) und war von geringer Komplexität und Größe.

Quelle: www.wikipedia.de / 2014

1637 wurde das Kleinod in Altena erstmals in den Unterlagen erwähnt. Es wurde damals dem Schützenkönig in Verwahrung gegeben.

Spätestens mit Einführung der neuen Schützenkette (1873) fand das Kleinod dort seinen Platz.

Nadine Hampel schreibt in ihrem Buch "Das Schützenfest als kulturelle Sonderfall" 2010 dazu:

Am unteren Ende der Königskette hängt das Schützenkleinod, in Altena ist dies ein silberner Papagei auf einer Stange, von der eine Armbrust hängt.

Dies deutet zum einen auf das 15. Jahrhundert in welchem Altena zur Freiheit erhoben wurde und die Armbrust die vorherrschende Waffe war.

Zum anderen ist es das Sinnbild des Vogels, der von der Stange geholt wird.


Quelle: Nadine Hampel; Das Schützenfest als kultureller Sonderfall; 2010

 

 

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Autor: Christian Klimpel / 2016; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

Foto: Entnommen aus dem Buch "Altena und seine Schützen" von Wilhelm Simons