Noch 130 Tage bis zum Schützenfest!

Schützenlexikon

Knerlingschule

1944: Unterricht in der Gaststätte

Im Sommer 1944 mussten vier Klassen der Freiheiter Schule aus Sicherheitsgründen zum Knerling verlegt werden. Sie wurden dort im Saal der jetzigen Wirtschaft "Gasthaus am Papenberg" unterrichtet. Der Wirt der Gaststätte war damals der Scheffe Josef Winkens. In dem Saal wurde im Herbst 1945 mit vier Klassen der Unterricht wieder aufgenommen.

 

1946: Baubeginn

Im Herbst 1946 wurden die Arbeiten am oberen Knerling für eine neue Schule aufgenommen. Nach langem Bemühen war es dem neugebildeten Rat der Stadt Altena gelungen, der englischen Besatzungsbehörde die Genehmigung zum Bau eines Kindergartens abzuringen. Für Schulneubauten gab die damalige Besatzungsbehörde keine Genehmigung. Die hiesige Baugesellschaft übernahm im Auftrage der Stadt den Neubau. In den Nachkriegsjahren gab es zahlreiche Schwierigkeiten bei Unternehmen dieser Art und so zogen sich die Arbeit über viele Jahre hinweg.

Im Frühjahr 1949 kaufte die Stadt der Baugesellschaft für 125 000 DM den Rohbau ab und führte ihn in diesem Jahr der Vollendung entgegen.

 

1950: Die Schule wird bezogen

Der erste Bauabschnitt wird fertiggestellt. Am 01.04.1950 nahmen die vier Grundschulklassen mit 216 Schülern nach feierlicher Einweihung Besitz von der Schule.

1955: Der zweite Bauabschnitt wird fertiggestellt.

 

1958: Die Schule wird selbstständig

Zum 01.04.1958  wird die Volksschule Knerling selbständig. Sie war bislang der Volksschule Mühlendorf angeschlossen. Kommissarischer Leiter wird Lehrer Hugo Daum.

 

1963: Der dritte Bauabschnitt wird fertiggestellt.

 

1968: Schulreform in NRW

Die Volksschulen werden aufgelöst. Die Knerlingschule wird eine Grundschule. In ihr werden u.a. drei Klassen für griechische Kinder gebildet.

 

2006: Die Schule wird geschlossen

Im Februar 2006 erfolgte die Schließung der Grundschule Knerling. Die Kinder werden seitdem an der Grundschule Mühlendorf unterrichtet. Letzter Schulleiter war Wolfgang Wilbers.

 

2010: Eine neue Nutzung

Zwischen 2006 und 2010 versuchte die Stadt Altena erfolglos das Gebäude zu veräußern. In Zusammenarbeit mit der Altenaer Baugesellschaft bildete sich 2010 der Generationentreff Knerling. Ansprechpartner für alle Hausnutzer ist seitdem der Scheffe Klaus Löttgers.

Seitdem kann das Haus durch Vereine, Privatpersonen und karitative Einrichtungen genutzt werden. Neben privaten Partys finden dort auch Treffen u.a. von  Jugendliche, einer Seniorengruppe, einer Krabbelgruppe, Begeisterten von Carrera-Bahn und Modelleisenbahn und die Ausstellungen des Kaninchenzuchtvereins statt. 2016 richtete das Stellwerk der Stadt Altena dort auch eine Kleiderkammer ein.

2015: Kränzebinderlokal

Nachdem "Zur Uhle" nach 2012 für das Kränzebinden nicht mehr zur Verfügung stand, trafen sich auch die Schützen der Kompanie Kelleramt, Züge 1 und 2, zur Vorbereitung des Schützenfestes in der alten Knerlingschule.

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Autor: Christian Klimpel / 2018; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

Foto 1: Quelle: styfriends.de / Foto 2-4: unbek.