Noch 194 Tage bis zum Schützenfest!

Schützenlexikon

Langen Kamp

Der Langen Kamp, am linken Lenneufer gelegen, wurde mit dem Festjahr 1889 für fast ein Jahrhundert für die Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft der Festplatz. Die Gesellschaft war gewachsen, das Bedürfnis an Schaustellern und Vergnügungen so gestiegen, dass ein größerer Platz gefunden werden musste.

Mit dem 18. Juli 1889 gab das königliche Eisenbahnbetriebsamt zu Elberfeld kund, dass man auf dem Wiesengrundstück des Bauunternehmers Berkenhoff seit acht Tagen mit der Aufrichtung mehrerer Festzelt beschäftigt ist. Da diese Zelte recht nah zur Bahnschiene und daher im Feuerbereich der Lokomotiven liegen, lehnt die Bahn eventl. Verantwortung ab.

 

Von der Zeit, da Altena noch keine Brücken besaß, war hier die Bezeichnung in der Balz zu finden. Noch im Jahre 1892 ist diese Bezeichnung auf einer Stadtkarte eingetragen. Balsen bedeutet im Volksmund durch das Wasser waten. Hier war also die Lenne flach. Der neue Festplatz war nur über eine Brücke zu erreichen. Die erste Schützenbrücke erbaute 1889 der Zimmermeister Ludwig Schiffer.

Aus dem Jahre 1900 ist uns eine Konstruktionszeichnung erhalten. Lange Zeit blieb der Brückenbau bei der Fa. Schiffer Tradition und war eng verbunden mit dem Baumeister Albert Eckhardt.


Mit der Stadtsanierung wurde das Lennebett zu den Bahnschienen hin verlagert; der neue Langen Kamp wurde auf die rechte Uferseite verlagert. Der Namen "Langen Kamp" blieb erhalten. Pünktlich zum Festgeschehen 1979 konnte das Fest am rechten Ufer der Lenne abgehalten werden.

 

Im Jahr 2000 verrät Platzmeister und Scheffe Volker Richter der Lokalzeitung einige Details vom heutigen Langen Kamp:

Zugute kommt den Organisatoren, dass beim Bau des Langen Kamp schon auf das Schützenfest Rücksicht genommen wurde. So liegen unterirdische Leerrohre, in die Strom- und Wasserleitungen gezogen werden können. Außerdem verläuft unter dem Platz ein Kanal, an den die Toilettencontainer angeschlossen werden können. Deren Standort ist dadurch vorgegeben. Straßenlaternen stehen so, dass nur eine einzige für das Fest demontiert werden muss. Dafür müssen jede Menge Verkehrsschilder weichen. Dass das der Bauhof in die Hände nimmt, habe nichts damit zu tun, dass er dort Chef sei, betont Richter: "Das ist üblich, dass die Städte solche Volksfeste unterstützen". Strom bekommen Schausteller und Zeltwirt aus einer Trafostation, die auf dem Platz steht...

 

Weitere Infos dazu erhalten Sie unter → Kirmes

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Autor: Christian Klimpel / 2017; Mailto: christian.klimpel@gmx.de