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Schützenlexikon

Lindenstraße


Übersicht

1. Allgemein

2. Heute in Altena

3. Geschichte

4. Zusatzinformation

 

 


zu 1.: Allgemein

Die "Lindenstraße" in Altena befindet sich zwischen der Freiheitstraße und der Werdohler Straße. Bis 1988 handelte es sich um eine Gemeindestraße mit beidseitiger Bebauung. Stolze Linden vor den Häusern bildeten eine Baumallee.

Seit dem Fertigstellung der Pott-Jost-Brücke ist der Straßenteil zwischen der Steinernen Brücke und der Pott-Jost-Brücke die Bundesstraße 236.


zu 2.: Heute in Altena

Die Lindenstraße wird heute durch die Pott-Jost-Brücke zerschnitten. Lenneaufwärts beginnt die Lindenstraße, wenige Meter vor der Brücke, nahtlos aus der Freiheitstraße heraus. Von dort zieht sie sich an der Einmündung Bornstraße vorbei, in Richtung Werdohl, bis zur Steinernen Brücke.

Heute findet man die katholische St. Matthäus Kirche, einen Kindergarten, einen Arzt und ein Versicherungsbüro in der Lindenstraße. Es gab dort aber auch mal ein Altersheim, einen Frisör, die Gaststätte "Zur Linde" und vor allem viel mehr Häuser an der Lenneseite. Teilweise war die Straße auch eine prachtvolle Allee mit Lindenbäumen, wie sie heute noch vor der St. Matthäus Kirche stehen.

Der Lindenzug ist der dritte Zug der Kompanie Freiheit. Seine historische Heimat liegt in der Lindenstraße.


zu 3.: Geschichte

Das Gebiet, in dem heute die Lindenstraße verläuft, wurde um 1719 noch "Auf´m Sande", 1791 "Auf dem Sande" genannt. Das Gebiet wurde insbesondere im späten 19. Jahrhundert bebaut.

Dass die Fahrbahn der Lindenstraße durch die Baumallee entsprechend eng war, spielte zur damaligen Zeit noch keine große Rolle. Es gab nur wenige Fahrzeuge, die wesentlich kleiner waren als heute und der Durchgangsverkehr der Bundesstraße 236 rollte damals noch über die komplette Lüdenscheider Straße und die Steinerne Brücke.

Dies sollte sich 1988 mit der Fertigstellung der Pott-Jost-Brücke ändern. Um den nötigen Anschluss an die B 236 zu bauen, mussten zahlreiche Häuser (u.a. das Knipping´sche Haus, Lindenstraße 23) aber vor allem die gesamte Bebauung am Lenneufer zwischen den Brücken abgerissen werden.

Auch die Lindenallee wurde dabei ein Opfer der Motorsäge.

Neben einer hochwassersicheren und ausreichend breiten Fahrbahn für die Bundesstraße entstand dadurch an der Lenne auch ein neues Überflutungsgebiet zum Schutz vor Hochwasser.

Die Lindenstraße 1977 und 1910


zu 4.: Zusatzinformation

An der Stelle, wo heute die Werdohler Straße in die Pott-Jost-Brücke übergeht, stand das gelbe Elternhaus von unserem ehemaligen Hauptmann und jetzigen Ehrenscheffe Klaus Knipping.

Am herrschaftlichen Treppengeländer der Eingangstreppe nahmen die Schützenkönige der Neuzeit die Parade ab. Dann musste das Haus der Bundesstraße weichen. Familie Knipping zog in die Freiheitstraße um und nahm das Treppengeländer mit dorthin. Es musste etwas gekürzt werden. Bis 2015 nahmen alle Schützenkönige den großen Festumzug an diesem Geländer ab.


Autor: Christian Klimpel / 2018; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

Foto 1: Tim-online.de

Foto 2: Gerhard Piepenstock

Foto 3+4: Unbekannter Fotograf

Foto 5: Stapelzug