Noch 1074 Tage bis zum Schützenfest!

Schützenlexikon

Linscheider Bach


Übersicht

1. Allgemein

2. Heute in Altena

3. Geschichte

 

 


zu 1.: Allgemein

Der "Linscheider Bach" ist ein kleines, fließendes, natürliches Gewässer im Stadtteil Mühlendorf. Er fließt, vom Hegenscheid kommend, das Tal hinab, am ehemaligen Freibad Linscheid vorbei und mündet am Loerweg in die Lenne.

Die dortige Ortslage und die Straße, die neben dem Bach verläuft, tragen ebenfalls den Namen "Linscheider Bach".


zu 2.: Heute in Altena

Von den frühindustriellen Ursprüngen am Linscheider Bach ist heute nichts mehr zu erkennen. Im 19. / 20. Jahrhundert entstand eine Wohnsiedlung mit einem Konsumladen und der Gaststätte "Zum Kölsche Joe". Ab 1936 nutzte der SC "Gut Nass" das Freibad und 1958 wurde gegenüber eine Jugendherberge eingeweiht. Darüber hinaus gab es am Linscheider Bach einen Kindergarten.

Diese Infrastruktur war am Ende des 20. Jahrhunderts nicht mehr zu halten. Zuletzt schloss zwischen 2006 und 2009 die Traditionsgaststätte "Zum Kölsche Joe". Der Linscheider Bach ist dennoch ein beliebtes Wohngebiet geblieben.

Der Linscheider Bach ist die Heimat und namensgebend für den 4. Zug der Kompanie Mühlendorf.


zu 3.: Geschichte

Die im 13. und 14. Jahrhundert aufkommende Verwendung der Wasserkraft zum Antrieb für den Blasebalg am Hochofen und am Schmiedefeuer, dann auch des Hammerwerks und der Ziehbank, zwang die bis dahin auf den Bergen arbeitenden Hüttenleute, Schmiede und Drahtzieher, sich an die Wasserläufe in den Tälern zu begeben und dort auch ihre Wohnungssiedlungen anzulegen.

Das selbst hergestellte Eisen (sog. Osemund) wurde so mit Hilfe der Wasserkraft zu Draht. Ein begehrter und wertvoller Rohstoff, nicht nur in der damaligen Rüstungsindustrie.

Eine blühende Drahtindustrie war die Folge und zahlreiche Drahtzüge, sogenannte Rollen, entstanden an den Nebenflüssen der Lenne, an Nette, Rahmede, Brachtenbecke und Linscheider Bach.


Autor: Christian Klimpel / 2018; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

Foto 1+2: Postkartenmotiv