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Schützenlexikon

Mütze


Übersicht

1. Allgemein

2. Heute in Altena

3. Geschichte

 

 


zu 1.: Allgemein

Eine "Mütze" ist eine weiche Kopfbedeckung aus Stoff, Wolle, Leder oder Fell. Sie wird zum Schutz vor Kälte, Wind und Wetter oder aus modischen, religiösen, sozialen oder beruflichen Gründen getragen. Eine Mütze hat keine umlaufende Hutkrempe.

Im Arabischen bezeichnet al-musta-kah einen Pelzmantel mit langen Ärmeln. Daraus entstand das mittellateinische Wort almutia, womit ein Kapuzenmantel der Mönche gemeint war. Im Mittelhochdeutschen engte sich die Bezeichnung almuz immer mehr auf die Kapuze ein und wurde schließlich zu Mütze verkürzt. Im österreichischen Raum war im 15. und 16. Jahrhundert mutz, muzen oder mizli die Bezeichnung für eine Reihe von weichen, eng anliegenden Kopfbedeckungen oder sehr kurzen Kleidungsstücken, die Kopf und Schultern bedeckten.

Quelle: www.wikipedia.de


zu 2.: Heute in Altena

1886 wurde die heutige grüne Mütze als äußeres Erkennungszeichen der Altenaer Schützen eingeführt. Weitere Uniformteile oder einen Schützenrock gibt es in der FWG nicht. Bei besonders festlichen Anlässen tragen die Schützen einen dunklen Anzug zur Schützenmütze.

Die grünen Schützenmütze gibt es in zwei Stoffvarianten. Die Seidenmütze wird dabei ausschließlich von den Mitgliedern des Vorstandes und den Blumenfähnrichen getragen.

An der Mütze wird das Schützenzeichen getragen, ggf. auch das aktuelle oder mehrere Festabzeichen.

Neue Schützenmützen werden einer Mützentaufe unterzogen.


zu 3.: Geschichte

Das Tragen der Schützenmütze geht auf die erste erhaltene Schützenordnung aus dem Jahr 1429 zurück. Die gleichförmigen kapuzenartigen Kopfbedeckungen der Schützen wurden darin als Kugelen oder Kogeln bezeichnet. Sie wurden extra vor dem Schützenspiel angefertigt.

 

Im Laufe der Geschichte wurde aber nicht immer eine Kopfbedeckung getragen, manchmal war dies sogar nur höheren Mitgliedern erlaubt.

1595 bestellten die Schützen "sieben Dutzend Hüte mit Krensen" (soll wohl heißen mit Rand) in Köln. Hinzu kamen sieben Dutzend "Plümen" oder Federn.

1791 trugen die Schützen ihr Schützenzeichen "fest am Hute". Ob es sich dabei um einheitliche Hüte handelte, ist nicht überliefert. Dafür gibt es sehr detailierte Informationen zur "gewöhnlichen Altenaischen Uniform mit Schärpe und Degen sowie auch Esponton" (kurze hellebardartige Zierwaffe). Sie war in den Stadtfarben gehalten und wurde ausschließlich von den Scheffen und Offizieren getragen, die sie auf eigene Kosten anschaffen mussten.

In dem Entwurf einer Festordnung von 1825 schreibt der ehemalige Hauptmann Castringius, dass weder Degen noch Schärpen gebraucht werden. Scheffen und Offiziere sollen ein weißes oder blaues Seidenband am Arm tragen. Die Schützen sollen eine "aus schwarzem und weißem Bande anzufertigende Konkarde" erwerben, die "alsdann an dem Huthe getragen wird".

1833 trugen die Schützen beim Besuch des Kronprinzen Friedrich-Wilhelm IV. in Altena "blaue, roth bordierte Kappen" auf denen sich das Schützenzeichen befand, "(...) hinter demselben ein kleiner grüner Eichenzweig und ganz oben die National-Kokarde." Sonst waren alle bürgerlich bekleidet.

1886 wurde schließlich die grüne Schützenmütze eingeführt.


Autor: Christian Klimpel / 2018; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

Bild 1: Björn Braun www.lokalstimme.de / 2015

Bild 2: Ina Hornemann / 2012