Noch 188 Tage bis zum Schützenfest!

Schützenlexikon

Mütze

Das Tragen der Schützenmütze geht auf die erste erhaltene Schützenordnung aus dem Jahr um 1580 zurück. Die gleichförmigen kapuzenartigen Kopfbedeckungen der Schützen wurden darin als Kugelen oder Kogeln bezeichnet. Sie wurden extra vor dem Schützenspiel angefertigt.

 

Im Laufe der Geschichte wurde aber nicht immer eine Kopfbedeckung getragen, manchmal war dies sogar nur höheren Mitgliedern erlaubt:

 

1595 bestellten die Schützen "sieben Dutzend Hüte mit Krensen" (soll wohl heißen mit Rand) in Köln. Hinzu kamen sieben Dutzend "Plümen" oder Federn.

1791 trugen die Schützen ihr Schützenzeichen "fest am Hute". Ob es sich dabei um einheitliche Hüte handelte, ist nicht überliefert. Dafür gibt es sehr detailierte Informationen zur "gewöhnlichen Altenaische Uniform mit Schärpe und Degen sowie auch Esponton" (kurze hellebardartige Zierwaffe). Sie war in den Stadtfarben gehalten und wurde ausschließlich von den Scheffen und Offizieren getragen, die sie auf eigene Kosten anschaffen mussten.

In dem Entwurf einer Festordnung von 1825 schreibt der ehemalige Hauptmann Castringius, dass weder Degen noch Schärpen gebraucht werden. Scheffen und Offiziere sollen ein weißes oder blaues Seidenband am Arm tragen. Die Schützen sollen eine "aus schwarzem und weißem Bande anzufertigende Konkarde" erwerben, die "alsdann an dem Huthe getragen wird".

1833 trugen die Schützen beim Besuch des Kronprinzen Friedrich-Wilhelm IV. in Altena "blaue, roth bordierte Kappen" auf denen sich das Schützenzeichen "Altena" befand. "(...) hinter demselben ein kleiner grüner Eichenzweig und ganz oben die National-Kokarde. Sonst waren alle bürgerlich bekleidet.

1886 wurde schließlich die grüne Schützenmütze eingeführt. Die bürgerliche Kleidung wurde beibehalten.

Die grünen Mütze gibt es in zwei Stoffvarianten. Die Seidenmütze wird dabei ausschließlich von den Mitgliedern des Vorstandes und den Blumenfähnrichen getragen.

An der Mütze wird das Schützenzeichen und das aktuelle Festzeichen getragen.

Weitere Uniformteile oder einen Schützenrock gibt es in der FWG nicht. Bei besonders festlichen Anlässen tragen die Schützen einen schwarzen Anzug zur Schützenmütze.

 
Neue Schützenmützen werden einer Mützentaufe unterzogen.

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Autor: Christian Klimpel / 2017; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

Bild 1: Ina Hornemann / 2012

Bild 2: Björn Braun www.lokalstimme.de / 2015