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Schützenlexikon

Wirtshaus Rahmede


Übersicht

1. Allgemein

2. Heute in Altena

3. Geschichte

4. Die Gaststätte und ihre Wirte

5. Das Haus und die Schützen

6. Zusatzinformation

 

 


zu 1.: Allgemein

Das "Wirtshaus Rahmede" ist eine ehemalige Gaststätte im Haus Rahmedestraße 72 in Städtisch Rahmede. Zeitweise war das Haus auch als "Gaststätte Gerber" bekannt.


zu 2.: Heute in Altena

Seit 2000 befindet sich keine Gaststätte mehr in dem Haus. Mittlerweile ist das Gebäude vermietet und wird anderweitig genutzt.


zu 3.: Geschichte

Die Ursprünge des Hauses sind auch mit der Haltestelle "Kronprinz" der Kreis-Altenaer-Eisenbahn (KAE) verknüpft. Zu Beginn des Zugverkehrs im Jahre 1887 gab es diese Haltestelle in den Fahrplänen noch nicht. 1888 taucht sie dann als Haltestelle "Städtisch Rahmede II" auf. Erst in späteren Fahrplänen erscheint an dieser Stelle der Name "Kronprinz".

 

Voraussetzung für eine KAE-Haltestelle war das Vorhandensein einer Gastwirtschaft. Diese befand sich auf der linken Straßenseite im Gasthaus Rahmede. Das Gebäude mit der Anschrift Rahmedestraße 47 wurde im Jahre 1861 von C.F. Rahmede als Wohnhaus errichtet. Seit dem 01.11.1861 befand sich in dem Haus auch eine "Empfangshebestelle". Am 10.05.1865 erhielt Wilhelm Rahmede eine Schankerlaubnis, die am 18.02.1886 auf dessen Witwe und Julius Rahmede überging.

Zu der Gastwirtschaft gehörte auch eine Gartenwirtschaft mit Kegelbahn auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Hier errichtete Julius Rahmede 1902 seine Restauration.


zu 4.: Die Gaststätte und ihre Wirte

1902 erhielt Julius Rahmede die Genehmigung zum Bau eines Wohn- und Wirtschaftsgebäudes nebst Veranda auf dem gegenüberliegenden Grundstück.. Die Gastwirtschaft zog somit auf die rechte Bergseite und nannte sich ab sofort "Restauration Julius Rahmede".

Gerber

1920 verkaufte Julius Rahmede den gesamten Komplex an den Dachdeckermeister und Wirt Wilhelm Gerber und dessen Ehefrau Selma Paula. Damit begann eine neue Ära, die über 60 Jahre dauern sollte, vermutlich jedoch ohne Gartenwirtschaft, denn sie wird nicht mehr erwähnt.

Die Gastwirtschaft befand sich im Erdgeschoss. Die oberen Etagen dienten zu Wohn- und Geschäftszwecken.

1928 erfolgten Umbaumaßnahmen. Die bereits erwähnte Kegelbahn wurde dabei umfangreich saniert.

Etwa 1938 verstarb Wilhelm Gerber. Seine Witwe Paula führte das Haus gemeinsam mit den erwachsenen Kindern Walter und Charlotte weiter.

Nach seiner Hochzeit im Jahre 1940 übernahm Walter Gerber (genannt "Ballu") die Gaststätte zusammen mit seiner Ehefrau Friedel. 1951 erfolgte der Konzessionsübertrag und 1959, nach dem Tode von Paula Gerber, der Eigentumsübergang.

Etwa 10 Jahre später konnte Walter Gerber seinen Beruf als Gastwirt krankheitsbedingt nicht mehr ausüben. Seine Frau Friedel führte das Haus bis 1980 weiter und übergab es dann altersbedingt an ihren Sohn Peter.

1981 wurde Peter Gerber Hauseigentümer. Die Ära Gerber endet mit dem Verkauf des Hauses 1985.

Lams

Im Jahre 1985 verkaufte Peter Gerber den gesamten Komplex an das Ehepaar Horst und Ute Lams. Sie führten die Gaststätte über 11 Jahre vom 20.05.1985 bis zum 01.08.1996.

Das Ende der Gaststätte

Von 19972000 pachtete Athanasios Kechlibaris die Wirtschaft und ab dem 05.11.2002 diente sie dem Türkischen Sport- und Kulturverein (gegr. 1990) für einige Zeit als Vereinslokal. Heute sind die Räume vermietet und werden anderweitig genutzt.


zu 5.: Das Haus und die Schützen

Es ist mündlich überliefert, dass sich die Kränzebinder/innen der Kompanie Rahmede in dem Wirtshaus trafen. Nicht bekannt ist, in welcher Zeitepoche diese Treffen stattfanden.


zu 6.: Zusatzinformation

Der Heimat- und Bürgerverein Rahmede e.V. beschreibt die Geschichte der Gastwirtschaft sehr ausführlich in seiner Zeitschrift "De Rammuthe" Heft 16 aus 2017.


Autor: Christian Klimpel / 2018; Mailto: christian.klimpel@gmx.de